Der 30. Spieltag der Kärntner Liga brachte dem SAK Klagenfurt gegen die Sportunion Matrei in Osttirol einen klaren 3:0-Heimsieg. Nach einer matten ersten Hälfte mit 0:0 legten die Klagenfurter direkt nach Wiederbeginn zu: Sinan Samardzic traf doppelt, dazwischen netzte Luka Gajic. Co-Trainer Simon Sadnek erklärte den Umschwung schlicht: „Der Trainer hat die passenden Worte gefunden.“ Damit beschließt der SAK einen souveränen Auftritt gegen den Tabellennachbarn und geht mit einem guten Gefühl in die Sommerpause.

Foto von Emma Benedict auf Unsplash
Es dauerte eine ganze Halbzeit, bis in Klagenfurt so etwas wie Feuer aufkam. Beide Teams neutralisierten einander, die Abwehrreihen standen ordentlich, aber nach vorne ging wenig zusammen. „In der ersten Halbzeit war es von beiden Seiten wirklich ein schlechtes Spiel. Keiner hat reingefunden, das war eher Testspielniveau“, ordnete SAK-Co-Trainer Simon Sadnek den 0:0-Pausenstand ein. Für zusätzlichen Zunder sorgte auch die Konstellation nicht: Tabellennachbarn, beide am Ende einer langen Saison, die großen Entscheidungen bereits gefallen. „Man sieht, dass es schon das Ende der Saison war und die Luft ein bisschen raus war“, sagte Sadnek. So blieb es vor dem Wechsel unspektakulär, der Ball lief viel im Mittelfeld, echte Strafraumszenen waren Mangelware und der Pausentee kam zur rechten Zeit.
Nach der Pause kippte die Partie schlagartig in die Klagenfurter Richtung. „Der Trainer war in der Kabine ein bisschen lauter, das hat den Spielern gutgetan. Danach haben wir das Zepter übernommen, Gas gegeben und verdient 3:0 gewonnen“, erklärte Sadnek. Der SAK untermauerte diese Worte mit einem Blitzstart: In Minute 48 stellte Sinan Samardzic auf 1:0. Zehn Minuten später erhöhte Luka Gajic auf 2:0, ehe erneut Samardzic nur sechs Minuten danach auf 3:0 stellte. Drei Treffer in 16 Minuten – die Entscheidung war gefallen. Matrei fand darauf keine Antwort mehr, Klagenfurt ließ hinten wenig zu und brachte den Vorsprung abgeklärt über die Zeit. Diskussionen gab es keine: „Für den Schiedsrichter war es ein einfaches Spiel, keine strittigen Szenen, keine groben Fouls.“
Im Mittelpunkt stand an diesem Abend Doppelpacker Samardzic. „Sinan hat zweimal eingeköpft. Man sieht bei ihm, er steht im richtigen Moment am richtigen Ort. Er ist ein Torjäger par excellence“, lobte Sadnek den Angreifer, den der SAK im Winter geholt hat. „Er hat fast in jedem Spiel getroffen. Wir hoffen natürlich, dass er bleibt und uns nächste Saison weiterbringt.“ Ganz ohne Schulterklopfen für den Gegner ging es trotzdem nicht: „Matrei ist eine gute Mannschaft, die kompakt steht. Man sieht, dass ein System dahintersteckt. In der zweiten Halbzeit waren wir aber einfach besser.“ Und trotzdem bleibt Selbstkritik: „Wir müssen am Beginn besser reinkommen und das Heft früher in die Hand nehmen.“
In der Tabelle stehen am Ende 38 Punkte für den SAK – genauso wie für Matrei. Ein sauberer Abschluss bei Saisonende. Jetzt ist Pause, im Hintergrund wird am Kader geschraubt, „damit wir in die neue Saison mit einer Top-Mannschaft starten können.“