Spielberichte

„Wir wollen verjüngen und nächstes Jahr wieder vorne mitspielen – St. Veit-Trainer Kozelsky blickt nach vorn

SC St. Veit

In der Kärntner Liga hat der SC St. Veit die Saison auf Platz 6 mit 45 Punkten abgeschlossen. Trainer Arno Paul Kozelsky zieht im Gespräch eine gemischte Bilanz: spielerisch gewachsen, mit der Punktausbeute aber nicht voll zufrieden. Die Stimmung im Verein ist dennoch sehr gut, der Kern bleibt, verjüngt wird gezielt – mit dem klaren Plan, in der kommenden Spielzeit wieder die Top fünf anzugreifen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Rückblick mit klarer Kante: „Platz okay, Punkte hätten mehr sein dürfen“

Der Blick auf die Saisonkurve zeigt ein Auf und Ab zwischen den Rängen vier und zehn, zumeist bewegte sich St. Veit im Bereich fünf bis sieben, ehe am Ende Platz 6 zu Buche stand. Kozelsky ordnet nüchtern ein: „Wir sind nicht ganz zufrieden mit der Punktausbeute. Die Platzierung ist okay, wir hätten vielleicht einen Platz weiter vorn sein können.“ Gleichzeitig hebt er die Entwicklung im Frühjahr hervor: „Im Frühjahr haben wir spielerisch auf jeden Fall einen Schritt nach vorn gemacht.“ Genau diese Mischung aus Selbstkritik und Fortschritt prägt den Rückblick: Der Rahmen passt, das Fundament ist gelegt, doch das Team will sich für gute Phasen künftig öfter belohnen.

Gute Stimmung, gezielte Verjüngung – und zwei Abgänge

Rund um die Mannschaft herrscht Zuversicht. „Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft und im gesamten Verein“, sagt Kozelsky und erklärt, warum das so ist: „Wir haben kleine Kaderveränderungen vorgenommen, haben aber Gott sei Dank den Großteil unseres Kaders halten können. Wir wollen jetzt ein bisschen verjüngen und nächstes Jahr wieder vorne mitspielen.“ Fix ist allerdings, dass Maximilian Trappitsch und Fabian Dörflinger den Verein verlassen werden. Gleichzeitig benennt der Coach einen klaren Anker im Team: „Im letzten halben Jahr hat sich Julian Salentinig zu einem richtigen Leader entwickelt. Das hat auch mit seiner Position zu tun.“ Für Kozelsky ist das ein wichtiger Baustein, weil Führung auf dem Platz gerade in engen Spielen den Ausschlag geben kann.

Verletztenlage, Vorbilder und Ziele: Top fünf im Visier

Personell blickt St. Veit mit gemischten Vorzeichen in die Vorbereitung. „Bei Kulterer dürfte es zu Saisonbeginn wieder passen“, gibt Kozelsky vorsichtige Entwarnung. Schwerer wiegt die Blessur von Heiko Springer: „Er hat sich kurz vor Ende der Meisterschaft das Seitenband gerissen, da könnte es bis in den Jänner dauern, bis er wieder fit ist.“ Orientierung findet der Trainer auch bei starken Gegnern: „Der FC Lendorf hat mich am meisten beeindruckt, weil sie eine super Kaderstruktur mit erfahrenen und jungen Spielern haben.“ Genau in diese Richtung soll es gehen: „Unser Ziel wird sicher sein, nächste Saison wieder unter den ersten Fünf zu sein, einen ansehnlichen Fußball zu spielen und unsere jungen Spieler weiterzuentwickeln.“ Der Kurs ist damit klar abgesteckt – jetzt geht es darum, die gute Stimmung in Punkte zu verwandeln.