In der Kärntner Liga hat SGA Sirnitz am Samstag gegen SC Landskron ein wildes 4:4 geholt und dabei nach Rückstand, eigener Führung und spätem Ausgleich bis zum Ende alles hineingeworfen. Trainer Bernhard Rekelj nannte die Partie nach dem Schlusspfiff „eher anstrengend“ und sah einen Punkt, der für seine Mannschaft absolut passt.

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Dass dieses Spiel so offen und torreich werden würde, war früh zu sehen. SC Landskron ging in der 23. Minute durch Sebastian Bauer mit 1:0 in Führung, und Bernhard Rekelj haderte danach vor allem mit der Art und Weise der Gegentore. „Die ersten zwei Gegentore waren recht billig gegen uns“, sagte der Trainer. Dazu passte auch seine Einschätzung, dass der Gegner über weite Strecken vor der Pause zwingender war. „Landskron war eigentlich zwingender“, meinte Rekelj, lobte aber gleichzeitig seinen Tormann Florian Zitterer, der „gut gehalten“ habe. Sirnitz arbeitete sich trotzdem noch einmal heran und kam in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch Florian Pechmann zum 1:1. Lange hielt das aber nicht, denn fast im Gegenzug traf David Gräfischer zum 2:1 für SC Landskron. So ging SGA Sirnitz trotz spätem Ausgleich mit einem Rückstand in die Kabine.
Gerade dieser Rückstand zur Pause war für Rekelj ein wichtiger Punkt in seiner Einordnung, weil seine Mannschaft danach deutlich zulegte. „Wir sind mit 1:2 in die Pause gegangen und sind wesentlich stärker aus der Pause gekommen“, sagte er. Das war auch am Spielstand sofort abzulesen. Zunächst machte Florian Pechmann in der 52. Minute das 2:2, nur sechs Minuten später brachte Marco Huber SGA Sirnitz mit 3:2 in Führung. Rekelj hob diesen Treffer besonders hervor und sprach von einem „Gewaltschuss“ von Marco Huber. In dieser Phase schien das Spiel auf die Seite der Heimischen zu kippen, zumal Sirnitz laut Trainer sogar die Möglichkeit hatte, weiter davonzuziehen. „Wir waren 3:2 vorne und haben eigentlich die Chance auf das 4:2 gehabt, die wir nicht genutzt haben“, sagte Rekelj. Genau darin sah er eine jener Situationen, in denen vielleicht sogar noch mehr als ein Punkt möglich gewesen wäre, auch wenn er den Spielverlauf über die vollen neunzig Minuten sehr nüchtern beurteilte.
Weil das 4:2 ausblieb, blieb SC Landskron im Spiel und kam zurück. David Gräfischer stellte in der 76. Minute auf 3:3, danach wurde die Schlussphase für SGA Sirnitz noch schwieriger. Rekelj sprach davon, dass seine Mannschaft die Partie in Unterzahl zu Ende spielen musste. In dieser Phase drehte SC Landskron die Partie durch Sebastian Bauer in der 84. Minute sogar noch auf 4:3. Ganz aus der Hand gab Sirnitz das Spiel aber nicht mehr. Florian Pechmann machte in der 87. Minute seinen dritten Treffer an diesem Tag und stellte auf 4:4. Für Rekelj passte dieses späte Tor gut zum gesamten Auftritt seiner Mannschaft: „Im Endeffekt kommen wir im Moment noch über den Kampf und über den Einsatz ins Spiel zurück. Zum Glück haben wir uns heute auch belohnt, weil es ein sehr aufwendiges und kräfteraubendes Spiel war.“ Entsprechend klar fiel auch sein Fazit aus: „Das Unentschieden ist tausendprozentig in Ordnung. Vor allem in Unterzahl.“
Interessant war nach dem Schlusspfiff vor allem, dass Bernhard Rekelj den Punktgewinn nicht schönredete, sondern sehr offen einordnete. „Spielerisch sind wir noch immer nicht da, wo wir hinwollen“, sagte der Trainer und sprach damit einen Punkt an, der über dieses 4:4 hinausgeht. Gleichzeitig war ihm aber wichtig festzuhalten, dass seine Mannschaft gegen einen starken Gegner dagegengehalten hat. „SC Landskron ist eine spielstarke, gute Mannschaft mit einem guten Trainerteam“, sagte Rekelj. Dass Sirnitz am Ende trotzdem etwas Zählbares mitnahm, lag aus seiner Sicht daran, dass man „in den entscheidenden Phasen vielleicht ein bissl Glück gehabt“ habe, vor allem aber nicht aufgehört habe zu arbeiten. Auch zum Unparteiischen gab es von ihm keine Diskussion. „Der Schiedsrichter ist einer der Besten der Liga. Da gibt es überhaupt nichts zu sagen.“ Für SGA Sirnitz bleibt damit ein Punkt aus einem Spiel, das alles hatte, aber vor allem eines war: anstrengend bis zum letzten Tropfen im Tank.