In der Kärntner Liga hat SAK Klagenfurt am Freitagabend SV Dellach/Gail mit 2:0 bezwungen und damit den nächsten Schritt in einem klaren Aufwärtstrend gesetzt. Co-Trainer Simon Sadnek sprach nach dem dritten Sieg in Folge von einer Mannschaft, die hinten dicht hält, ihre Chancen nutzt und sich daheim immer mehr "zu einer Festung" entwickelt.

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Der SAK hatte nach Einschätzung von Simon Sadnek vor allem im ersten Durchgang mehr vom Spiel und belohnte sich in einer wichtigen Phase noch vor der Pause. "Wir haben in der ersten Halbzeit wirklich sehr guten Fußball geboten", sagte der Co-Trainer und verwies darauf, dass die Führung in Minute 44 nicht unverdient gefallen sei. Das 1:0 war sauber herausgespielt: Dejan Lazarevic bereitete den Ball laut Sadnek "mustergültig von der rechten Flanke" vor, Sinan Samardzic köpfte in Goalgetter-Manier ein. Weil der Treffer unmittelbar vor dem Seitenwechsel fiel, bekam die Partie aus Sicht der Gastgeber genau in jenem Moment die gewünschte Richtung.
Ganz so leicht, wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt, war der Abend für die Klagenfurter aber nicht. Sadnek sprach ausdrücklich von einem "hart umkämpften Spiel" und machte auch klar, dass es aus seiner Sicht nicht die beste Vorstellung seiner Mannschaft gewesen sei. Gerade deshalb war für ihn entscheidend, was den SAK derzeit auszeichnet. "Wir setzen die Aufgaben vom Trainer Jolič gut um, verteidigen hinten gut weg und schauen wirklich, dass wir die Null halten", erklärte er. Dass nun schon das dritte Spiel in Folge ohne Gegentor gelang, ist für den Co-Trainer kein Zufall. Die Resultate bleiben zwar knapp, doch genau dieser Zugang zahlt sich im Moment aus: wenig zulassen, geduldig bleiben und die wenigen Möglichkeiten dann "eiskalt" verwerten.
Dellach/Gail versteckte sich dabei keineswegs. Sadnek fand sogar, dass die Gäste in der Tabelle schlechter dastehen, als sie sich am Platz präsentieren. "Sie haben probiert mitzuspielen. Sie haben nicht jeden Ball vorgeklopft, sondern wirklich versucht, Fußball zu spielen", sagte er. Immer wieder suchte Dellach/Gail dabei Samir Nuhanovic, und der SAK musste nach den Worten des Co-Trainers mehrere Situationen entschlossen wegverteidigen. Ganz ungefährlich waren die Gäste also nicht: Sie "hätten natürlich auch treffen können". Den Schlusspunkt setzte dann aber doch wieder der SAK: In der 87. Minute vollendete Mark Šerbec einen Konter zum 2:0. Sadnek beschrieb die Szene als schnellen Angriff nach einem Ballgewinn von Jerin im Mittelfeld der dann eiskalt von Šerbec verwertet wurde.
Für Sadnek lag der entscheidende Unterschied am Ende weniger in einem einzelnen Moment als im Gesamtzustand seiner Mannschaft. "Wir haben mehr das Momentum zurzeit", sagte er und verwies damit auf drei Siege am Stück und auf die Serie ohne Gegentor. Gerade wenn eine Partie lange eng bleibt, helfe ein solcher Lauf. Dann springe der Ball, wie er es formulierte, eben eher "in die richtige Richtung". Nach dem Schlusspfiff lobte Sadnek auch den Unparteiischen Fischer Paule für eine souveräne Leitung. Mit nun 13 Punkten nach sieben Runden bleibt der SAK in der Kärntner Liga vorne dabei. Vor allem zu Hause spricht im Moment einiges dafür, dass die Klagenfurter ihren Trend noch ein Stück weitertragen können.