In der Kärntner Liga hat KAC 1909 am Freitagabend gegen ATUS Ferlach einen knappen 1:0-Heimsieg geholt und damit die Tabellenführung untermauert. Trainer Christian Rauter sah lange eine enge Partie mit wenigen klaren Möglichkeiten, hatte aber schon vor der Pause ein gutes Gefühl. Ausschlaggebend war für ihn das Tor nach Seitenwechsel, weil sich das Spiel danach „ganz stark in unsere Richtung gedreht“ habe.

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Die erste Halbzeit lief aus Sicht der Gastgeber so, wie Rauter es erwartet hatte. Der KAC war mehr am Ball und wollte im Positionsspiel die Partie tragen, während Ferlach vor allem auf Umschaltmomente und hohe vertikale Bälle setzte. „Ganz wenig Chancen waren auf beiden Seiten“, sagte der Trainer rückblickend, und genau deshalb sei mit jeder Minute das Gefühl gewachsen, dass sein Team das Spiel auf seine Seite ziehen könne. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, ehe in der 56. Minute die entscheidende Aktion kam. Rauter schilderte sie sehr genau: Ferlach wollte einen Angriff einleiten, Max Dirkes gewann den Ball im Zentrum, über Alexander Kerhe und Mihret Topcagic kam die Aktion zu Jonas Reithofer, der im Rückraum auflegte. Dort traf Milan Luka Mosser mit rechts in den Winkel. „Es war ein richtiges Zaubertor, und das hat es auch gebraucht“, sagte Rauter über jene Szene, die das 1:0 brachte.
Dass der Sieg am Ende knapp blieb, störte den KAC-Coach nicht, weil für ihn andere Dinge im Vordergrund standen. Der Platz machte ein sauberes Spiel für beide Mannschaften schwierig, und Rauter sprach offen an, dass dadurch technische Fehler und Fehlpässe fast zwangsläufig dabei waren. Umso mehr gefiel ihm, wie seine Mannschaft mit solchen Momenten umging. „Was extrem präsent und richtig gut war, war nach einem Fehler sofort ins Gegenpressing zu kommen“, erklärte er. Gerade gegen einen Gegner, der „eigentlich das gemacht hat, was wir erwartet haben“ und wenig selbst fürs Spiel tat, war das für ihn der Schlüssel. Rauter betonte auch, dass seine Mannschaft die nötige Balance fand, also nicht blind nach vorne lief, sondern im richtigen Moment das Tempo rausnahm und geduldig blieb. Deshalb fiel sein Gesamturteil trotz der engen Partie positiv aus: Mit Ball sei die Leistung „aufgrund der Gegebenheiten richtig in Ordnung“ gewesen, gegen den Ball sogar über weite Strecken sehr gut.
Rauter wollte den Abend aber nicht nur auf das Ergebnis und das Siegtor reduzieren. Er hob nach dem Spiel ausdrücklich hervor, wie sehr sich seine jungen Spieler im Training hineinhängen und wie wichtig es für einen Verein sei, den eigenen Nachwuchs an die Kampfmannschaft heranzuführen. Für ihn ist genau das ein Weg, den der KAC konsequent geht, und die Kärntner Liga sei dafür „eine coole Liga, um den jungen Spielern eine Plattform zu geben“. Gleichzeitig schickte er Benjamin Tassotti, der nur kurz mitwirken konnte, Genesungswünsche mit. Für den KAC bleibt damit ein Arbeitssieg stehen, der nicht spektakulär daherkam, den Tabellenführer aber an der Spitze hält, weil er geduldig blieb und im entscheidenden Moment die Qualität im Abschluss hatte.