Spielberichte

„Der Siegeswille war erst ab der 45. Minute da“ – Köttmannsdorf dreht 0:1 noch in ein 2:1

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
Köttmannsdorf
SV Spittal/Drau

In der Kärntner Liga hat die ASKÖ Köttmannsdorf gegen den SV Sportastic Spittal einen ganz wichtigen 2:1-Heimsieg geholt. Nach einem 0:1 zur Pause drehte die Mannschaft von Patrick Striednig die Partie direkt nach Wiederbeginn. Für den Trainer lag der Knackpunkt klar im Auftritt seiner Elf nach dem Seitenwechsel: „Der Siegeswille war erst ab der 45. Minute vorhanden.“

Blick auf die Beine eines Spielers, im Hintergrund der Schiedsrichter

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Spittal nutzt den einen Fehler, Köttmannsdorf läuft lange hinterher

Viel Gutes hatte Striednig über die erste Hälfte nicht zu sagen. Der Trainer sprach offen von einer „sehr schwachen Ligapartie“ und machte auch keinen Hehl daraus, warum seine Mannschaft zunächst in Rückstand geraten war. „Spittal hat unseren einzigen Fehler in der Defensive ausgenutzt und ist mit 1:0 in Führung gegangen“, sagte er. Genau das passierte in der 16. Minute, als Ziga Anzelj das 0:1 für die Gäste erzielte. Mehr als dieses eine Gegentor passierte bis zur Pause nicht, und auch die Einschätzung des Trainers passt dazu: Köttmannsdorf fand vor dem Seitenwechsel nicht wirklich in einen Rhythmus, lag 0:1 hinten und hatte aus seiner Sicht noch nicht die nötige Entschlossenheit im Spiel.

Mischkounig schlägt doppelt zu, nach der Pause kippt die Partie sofort

Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild aus Sicht der Gastgeber dann deutlich. Striednig sprach sogar vom wichtigsten Moment des Nachmittags, wenn er auf die Minuten nach der Pause blickte: „Der wichtigste Moment war wahrscheinlich der Auftritt meiner Mannschaft ab der 45. Minute. Wir haben nur auf Sieg gespielt.“ Der Trainer sah vor allem eine einfachere und klarere Spielweise als Schlüssel. „Ab der 45. Minute haben wir angefangen, den Fußball nicht mehr kompliziert zu spielen, sondern den Ball einfach laufen zu lassen und den Gegner laufen zu lassen“, erklärte er. Diese Reaktion zeigte sich auch sofort auf der Anzeigetafel. Marco Mischkounig glich in der 53. Minute zum 1:1 aus und legte nur zwei Minuten später das 2:1 nach. Aus dem Pausenrückstand war damit innerhalb kürzester Zeit ein Vorsprung geworden, genau so, wie es der Köttmannsdorfer Trainer beschrieben hatte.

Verdient gedreht, wichtige Punkte geholt und Lob für Schiedsrichter und Mannschaft

Für Striednig war der Heimsieg am Ende deshalb auch verdient, weil seine Mannschaft nach der Pause das Kommando übernommen habe. „Köttmannsdorf hat komplett das Kommando übernommen und schlussendlich verdient mit 2:1 gewonnen“, sagte der Trainer. Ganz zufrieden war er mit der Ausbeute dennoch nicht, denn aus seiner Sicht hätte seine Elf früher alles klarmachen können. „Wir haben es geschafft, den Rückstand relativ früh in einen Vorsprung umzuwandeln und hätten die Partie schon früher entscheiden müssen“, meinte er. Ab der 76. Minute spielte Spittal nach der Roten Karte für Stefan Kofler nur noch zu zehnt, am Ergebnis änderte das aber nichts mehr. Striednig wollte nach dem Spiel vor allem den Wert dieser drei Punkte hervorheben: „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Ich habe die wichtigen drei Punkte heute vor dem Match gefordert, weil wir gewusst haben, dass wir nur mit einem Sieg bis zum Ende der Saison weiterkämpfen werden.“ Ein Extralob hatte er außerdem für den Unparteiischen parat: „Der Schiedsrichter hat heute wirklich eine tadellose Partie geleitet, meiner Meinung nach ohne Fehler. Das war eine hervorragende Schiedsrichterleistung.“

Kärntner Liga: Köttmanns. : Spittal/Drau - 2:1 (0:1)

  • 55
    Marco Mischkounig 2:1
  • 53
    Marco Mischkounig 1:1
  • 16
    Ziga Anzelj 0:1