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„Das 1:0 war der absolute Dosenöffner“ – Launsdorf findet erst nach der Pause zum klaren Auswärtssieg

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FC-WR Nußdorf
SC Launsdorf

In der Kärntner Liga hat SC Launsdorf beim FC-WR Nußdorf/Debant am Ende mit 3:0 gewonnen, auch wenn es lange nicht nach einem klaren Auswärtssieg aussah. Zur Pause stand es noch 0:0, erst nach dem Seitenwechsel bekam Launsdorf die Partie wirklich in den Griff. Trainer Harald Proprentner sprach von einer schwachen ersten Hälfte, sah dann aber genau jene Reaktion, die seiner Mannschaft den klaren Auswärtssieg brachte.

Zwei Fußballspieler im Kampf um den Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vor der Pause fehlte Launsdorf noch die Klarheit

Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, passte laut Proprentner nicht zum Bild der ersten 45 Minuten. Der Launsdorf-Trainer nahm seine Mannschaft da ausdrücklich in die Pflicht und sprach von keinem guten Auftritt vor der Pause. „Die erste Halbzeit war von unserer Seite kein guter Fußball“, sagte er nach dem Schlusspfiff. Vor allem im Spiel nach vorne blieb bei den Gästen vieles Stückwerk. „Wir haben in der Vorwärtsbewegung viele Fehler gemacht, und der letzte Ball hat ganz selten gepasst“, erklärte Proprentner. Weil auch die Abschlüsse zu harmlos blieben, ging es torlos in die Kabinen. Entscheidend war für ihn dann ein Eingriff von außen. „Nach dem Wechsel wollte ich noch einmal eine frische Idee ins Spiel bringen“, sagte der Trainer mit Blick auf einen Wechsel, nach dem sich die Partie aus seiner Sicht Schritt für Schritt zugunsten der Gäste drehte.

Der Treffer von Tamegger öffnete das Spiel

Die Wende kam dann in der 69. Minute, als Samuel Tamegger Launsdorf mit 1:0 in Führung brachte. Proprentner hob dabei vor allem die Vorarbeit von Felix Auer hervor und machte keinen Hehl daraus, welchen Stellenwert dieser Treffer für den weiteren Verlauf hatte. „Das 1:0 war für uns der absolute Dosenöffner“, sagte der Trainer. Mit dem ersten Treffer bekam Launsdorf jene Sicherheit, die davor gefehlt hatte, und blieb in der Folge am Drücker. In der 81. Minute legte Lukas Pietsch nach einer Standardsituation mit dem 2:0 nach, ehe Fabian Christian Gangl in der 89. Minute für den Schlusspunkt sorgte. Auch dieses dritte Tor ordnete Proprentner klar ein: Er sprach von einer „super Flanke“ von Daniel Grilz und davon, dass Gangl den Ball danach souverän verwertete. Aus einem zähen 0:0 wurde so in der Schlussphase noch ein klarer Auswärtssieg.

Launsdorf hielt durch und ließ Nußdorf nach dem Rückstand kaum noch hoffen

Für Proprentner lag die größte Stärke seiner Mannschaft diesmal nicht nur im Ergebnis, sondern vor allem in der Reaktion auf eine durchwachsene erste Halbzeit. „Unsere größte Stärke war heute tatsächlich dieses Durchhaltevermögen“, sagte er. Gerade weil Launsdorf vor der Pause nicht ins Spiel gefunden hatte, wertete er den Auftritt nach dem Seitenwechsel umso höher. Mit der Führung im Rücken kippte die Partie spürbar. Der Trainer sagte auch offen, dass Nußdorf danach kaum noch eine Antwort gefunden habe: „Nachdem wir das Erste geschossen haben und das Zweite, haben sie eigentlich keine Chance mehr gehabt.“ Dabei verwies Proprentner auch auf die schwierige Personalsituation des Gegners, von der er vor dem Spiel erfahren hatte. Er meinte, dass es unter solchen Umständen nicht leicht sei, mit viel Selbstvertrauen in so ein Spiel zu gehen. Umso wichtiger war für Launsdorf, geduldig zu bleiben und den eigenen Moment abzuwarten.

Trotz 3:0 sieht Proprentner noch genug Arbeit

Ganz ohne Kritik wollte der Launsdorf-Trainer den Auftritt trotz des klaren Erfolgs nicht stehen lassen. Er sieht weiter Luft nach oben, vor allem im Passspiel. „Verbesserungspotenzial hast du im Fußball eigentlich immer“, sagte Proprentner und wurde dann konkret: „Im Passspiel nach vorne und im Passspiel in die Tiefe müssen wir konsequenter werden.“ Das sei ein Punkt, an dem seine Mannschaft weiter arbeiten müsse. Den Sieg wollte er trotzdem nicht kleinreden, denn Launsdorf hält nach dem 3:0 nach 15 Runden bei 26 Punkten. Zum Gesamtbild des Nachmittags passte aus seiner Sicht auch der faire Rahmen. „Es war ein faires Spiel von beiden Seiten, und der Schiedsrichter hat eine ausgezeichnete Leistung geboten“, sagte Proprentner. So stand unter dem Strich ein Auswärtssieg, der nicht wegen einer starken ersten Hälfte zustande kam, sondern weil Launsdorf nach der Pause deutlich zulegte und seine Chancen dann konsequent nutzte.

Kärntner Liga: Nußdorf : Launsdorf - 0:3 (0:0)

  • 89
    Fabian Christian Gangl 0:3
  • 81
    Lukas Pietsch 0:2
  • 69
    Samuel Tamegger 0:1