Dieter Schmied, Co-Trainer des Annabichler Sportverein, blickt im LigaPortal-Gespräch auf eine versöhnliche Herbstsaison in der Unterliga Mitte zurück. Nach einem schwierigen Start stabilisierte sich das Team und blieb in den letzten fünf Spielen ungeschlagen – drei Siege und zwei Unentschieden bedeuten zur Halbzeit Rang neun. Schmied spricht über die Entwicklung der Mannschaft, die Rückkehr wichtiger Kräfte und den frischen Impuls durch einen jungen, dynamischen Trainer. Die Stimmung rund um den Jahreswechsel ist so positiv wie lange nicht: Erfahrene Führungsspieler und hungrige Eigengewächse greifen immer besser ineinander.

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„Wir haben einen schwierigen Start gehabt“, erinnert sich Schmied. Urlaube und Verletzungen sorgten zunächst für Unruhe, erst mit komplettem Kader kehrte Konstanz in Training und Auftritte ein – und die Ergebnisse folgten prompt.
Auf ein Remis gegen den SC Arriach folgte ein Auswärtssieg beim FC Faakersee, dazu kamen ein Unentschieden gegen den SV Moosburg sowie Erfolge über den SV Oberglan und den SV St. Jakob/R. Diese Serie katapultierte den ASV ins gesicherte Mittelfeld. Schmied resümiert: „Als der Kader vollständig war, konnten wir regelmäßig und gut trainieren – dann haben wir die Siege und Punkte eingefahren.“
Ein Schlüssel zur Stabilisierung liegt in der ausgewogenen Kaderstruktur. „Wir haben Führungsspieler wie Danijel Micic, Lukas Schmied oder Josef Hudelist. Sie bringen Routine ein und nehmen die Jungen mit“, betont der Co-Trainer. Personell wurde punktuell ergänzt, mehrere Langzeitverletzte kehrten ins Mannschaftstraining zurück, nur ein Abgang war zu verkraften.
Bitter bleibt der Ausfall von Fabian Temmel, der nach einem Kreuzbandriss erst im Sommer wieder angreifen kann. Insgesamt sind Konkurrenzkampf und Hierarchie klar, die Mischung aus Erfahrung und Eigenbau passt.
Für zusätzlichen Rückenwind sorgt der neue, junge und dynamische Trainer. „Die Stimmung ist sehr gut“, sagt Schmied. Seit drei Wochen läuft die Vorbereitung intensiv, strukturiert und mit hoher Beteiligung. Der bisherige Trainer ist in seine ursprüngliche Funktion als Sportdirektor zurückgekehrt – ein Schritt, der Kontinuität schafft und die Abläufe professionalisiert. „Die Trainingsbeteiligung ist wirklich stark, und die Atmosphäre in der Mannschaft passt“, so der Co-Trainer.
Der ASV setzt bewusst auf regionale Identität. „Wir freuen uns, mit reinen einheimischen Spielern und ohne Legionäre in die Meisterschaft zu starten“, unterstreicht Schmied. An die Anhänger richtet er eine klare Einladung: „Wir hoffen auf großen Zuschauerzuspruch und dass unsere Fans in unsere Heimstätte nach Annabichl kommen.“
Nach fünf ungeschlagenen Partien zum Abschluss des Herbstes (drei Siege, zwei Unentschieden) blickt der Annabichler Sportverein zuversichtlich auf die Frühjahrsrunde – mit lokaler Verwurzelung, gesundem Teamgeist und einem klaren Plan für die nächste Entwicklungsstufe.