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SK Kühnsdorf: „Nicht durchtauschen, sondern zusammenlassen“

SK Kühnsdorf

Als Aufsteiger nach einem Titelgewinn setzt der SK Kühnsdorf/Klopeinersee vor dem Start in die Unterliga Ost auf Kontinuität statt auf einen großen Umbruch. „Nicht durchtauschen, sondern zusammenlassen“, sagt Bernhard Laschkolnig, Obmann des SK Kühnsdorf/Klopeinersee, im Gespräch mit Ligaportal. Nach zehn Jahren ist der Verein wieder in der Unterliga angekommen, das Ziel ist ein Platz im vorderen Mittelfeld. Dazu kommen ein Jubiläumsjahr, punktuelle Verstärkungen und viel Vertrauen in jene Mannschaft, die sich den Aufstieg erarbeitet hat.

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Ein Titel als Folge von Zusammenhalt und Konstanz

Die vergangene Saison bewertet man in Kühnsdorf klar positiv. Für Laschkolnig war der entscheidende Punkt nicht ein einzelner Lauf oder eine kurzfristige Formwelle, sondern die gewachsene Struktur innerhalb der Mannschaft. „Die Mannschaft haben wir schon länger zusammen. Sie hat sich den Titel mit Einsatz, Fleiß und Nie-Aufgeben geholt“, sagt der Obmann. Gerade in einer Spielzeit, in der es auf Verlässlichkeit und Mentalität ankam, zahlte es sich aus, dass viele Abläufe längst eingespielt waren.

Mit dem Aufstieg endet für den Verein eine lange Wartezeit. Zehn Jahre nach dem letzten Unterliga-Kapitel ist die Rückkehr geschafft, entsprechend selbstbewusst fällt auch die Einordnung aus. Der Verein traut dem bestehenden Gerüst den Sprung in die höhere Klasse zu und sieht keinen Grund, jene Mechanismen zu verändern, die zuletzt funktioniert haben. Das betrifft nicht nur die Mannschaft, sondern auch das Umfeld.

Kaum Bewegung im Kader, volles Vertrauen ins Trainerteam

Das Hauptaugenmerk in der aktuellen Phase lag deshalb darauf, den Kader möglichst geschlossen zu halten. „Wir haben mit dem Vorstand und dem Trainerteam den Schwerpunkt darauf gelegt, die Mannschaft zusammenzulassen und ihr das Vertrauen zu schenken“, erklärt Laschkolnig. Große Rotation soll es nicht geben, stattdessen setzt man auf Stabilität und gezielte Ergänzungen.

Bei den Abgängen nennt der Obmann Michael Lamp, zudem hat Tormann Mark Kralj seine Karriere beendet. Dazugekommen ist Innenverteidiger Gregor Piskur. Darüber hinaus will der Verein auch Spieler aus der Reserve heranführen und damit den Kader aus dem eigenen Umfeld verbreitern. Das passt zur Linie, die in Kühnsdorf derzeit verfolgt wird: keine hektischen Schritte, sondern eine Mannschaft, die sich in ihrer Grundstruktur bewährt hat und nur dort nachschärft, wo es notwendig ist.

Wichtig ist für den Verein auch, dass Günther Zussner wieder fit ist. Laschkolnig berichtet, dass der Offensivspieler im Sommer „sehr stark an sich gearbeitet“ habe und nun wieder voll fit sei. Im Verein hofft man, dass er mit seiner Torgefahr schnell wieder eine prägende Rolle einnehmen kann.

Jubiläumsjahr und klares Ziel für die Unterliga

Neben dem Sportlichen ist 2026 für die Kühnsdorfer auch ein besonderes Jahr im Vereinsleben. Der Klub feiert sein 80-jähriges Bestehen, ein Jubiläumsfest hat bereits stattgefunden, das ganze Jahr steht im Zeichen dieses runden Geburtstags. Dazu kommen neue Dressen. Sportlich bleibt die Linie klar: „Das Trainerteam hat ausgezeichnete Arbeit geleistet und hat von uns zu 100 Prozent das Vertrauen.“ Die Zielsetzung für die neue Saison ist bewusst nicht überzogen formuliert, aber dennoch ambitioniert. „Wir sind nach zehn Jahren wieder in der Unterliga. Wir glauben, dass wir mit der Mannschaft sicher das eine oder andere Wort mitreden können“, sagt Laschkolnig. Am Ende läuft das auf ein klares Ziel hinaus: das vordere Mittelfeld.

Für einen Aufsteiger ist das eine selbstbewusste Ansage. Der Titel, der zusammengebliebene Kern, der wieder fitte Zussner und das Vertrauen in Trainerteam und Mannschaft bilden dafür die Grundlage. In Kühnsdorf setzt man nicht auf laute Versprechen, sondern auf jene Mischung, die den Verein zuletzt nach oben gebracht hat: Geschlossenheit, Beharrlichkeit und ein Kader, der sich über Jahre gefunden hat.