In der Unterliga West zieht Andreas Wenger, Trainer des Sportverein FC Dölsach, nach einer wechselhaften ersten Saisonhälfte eine realistische, aber optimistische Zwischenbilanz. Sein Team liegt nach 15 Spielen mit 25 Punkten auf Rang sechs und hat damit weiterhin Anschluss an die Spitzenplätze. Der starke Saisonstart gab laut Wenger viel Selbstvertrauen, auch wenn die jüngsten Resultate schwankten. In den vergangenen Partien besiegte Dölsach den SV Arnoldstein und den SV Greifenburg, erkämpfte ein Remis gegen URC Thal/Assling und musste sich dem FC Sillian sowie ATUS Nötsch geschlagen geben. Für den Coach zählt nun, die Chancenverwertung zu schärfen und das vorhandene Potenzial konsequent abzurufen.

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„Besonders gut funktioniert hat sicher der Start“, betont Andreas Wenger im Gespräch. Sein Team habe sich rasch in der Liga zurechtgefunden und sich ein solides Punktepolster erarbeitet. Zugleich ist der Abstand nach oben gering – nur wenige Zähler fehlen auf die vorderen Plätze. In der Rückrunde gelte es laut Wenger, gegen die „vermeintlich schwereren Gegner einfach Tore zu schießen“. Genau dort sieht er den größten Hebel, um weiterhin im vorderen Tabellendrittel mitzuspielen.
Im Winter blieb der Kader unverändert. „In der Wintertransferzeit ist nichts passiert“, sagt Wenger. Diese personelle Konstanz spiegelt sich auch in der Atmosphäre innerhalb des Teams wider: „Die Stimmung ist sehr, sehr gut in der Mannschaft.“ Besonders freut sich der Trainer auf das Comeback von Kapitän Philipp Hochegger, der sich nach einer Kreuzbandverletzung im März zurückmeldet. Dessen Rückkehr soll Stabilität und Führungsqualität bringen.
Einen schweren Verlust gab es hingegen mit Fabian Hatz, der nach einer Knieoperation seine Karriere beenden musste – ein Einschnitt, der sportlich wie menschlich Spuren hinterlässt. Dennoch blickt Wenger nach vorn: „Die Jungs trainieren über den Winter sehr, sehr gut, überraschend viel, und wir starten nächste Woche mit dem Training.“
Insgesamt überwiegt beim Trainer die Vorfreude auf die kommenden Aufgaben. Die Tabelle ist eng, und mit nur drei Punkten Differenz zu den Plätzen davor ist vieles möglich. Dölsach hat zuletzt mit zwei Siegen und einem Unentschieden in fünf Spielen bewiesen, dass die Mannschaft konkurrenzfähig ist. Vor allem der Zusammenhalt imponiert dem Coach: Es gibt keine herausragenden Einzelleistungen, dafür aber eine funktionierende Einheit auf und neben dem Platz.
Als besonderes Saisonhighlight sieht er das anstehende Cup-Spiel gegen Bleiburg am Ostermontag. „Wir freuen uns auf alle Fälle auf den Cup gegen Bleiburg“, sagt Wenger. Ein Erfolg dort könnte nicht nur sportlich Auftrieb verleihen, sondern auch ein starkes Signal für den weiteren Ligaverlauf sein. Sein Fazit vor dem Frühjahrsauftakt fällt entsprechend motiviert aus: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bis zum Schluss der Saison dabei sein könnten.“