In der Unterliga West arbeitet Ibel Alempic, Trainer von SV Union Lind, an einer bemerkenswerten Verjüngung seines Teams. Zur Winterpause zieht der Coach eine reflektierte Bilanz einer intensiven Herbstsaison, in der die Mannschaft entscheidende Entwicklungsschritte gemacht, aber auch Rückschläge verkraftet hat. Mit 16 Punkten aus 15 Spielen liegt Lind derzeit auf Rang elf. Auf einen Erfolg gegen ASKÖ Gmünd folgten zwei Unentschieden – unter anderem gegen SV Malta und SV AQUA-DOC Rothenthurn – sowie zuletzt zwei Niederlagen gegen SV Arnoldstein und Tabellenführer SV Seeboden. Trotz wechselhafter Ergebnisse sieht Alempic sein Team auf dem richtigen Weg und betont, dass der Fokus klar auf Ausbildung und Integration junger Talente liegt.

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„Wir haben sehr viele junge Spieler integriert“, erklärt Alempic im Gespräch. Besonders stolz ist er auf den Teamgeist, der aus dem Generationenmix gewachsen ist: „Die älteren Spieler haben sie akzeptiert, die jungen sind gut aufgenommen worden.“ Der Trainer lobt die Bereitschaft der Routiniers, Verantwortung zu übernehmen, und betont, dass mehrere erfahrene Kräfte in schwierigen Phasen vorangegangen sind.
Auch nach dem schmerzhaften Abgang eines Führungsspielers zum SV Lendorf habe sich das Kollektiv geschlossen gezeigt. „Das hat wehgetan. Aber wir haben uns gut angepasst“, so Alempic. Ziel bleibt, die jungen Kräfte weiter aufzubauen und Schritt für Schritt an das höhere Tempo in der Unterliga heranzuführen.
Mit Blick auf die personelle Situation verweist Alempic auf eine Phase der Stabilisierung: „Wir hatten einige Langzeitverletzte, darunter zwei mit Kreuzbandproblemen. Die sind jetzt wieder im Trainingsprozess.“ Auch Blessuren, Knochenverletzungen und längeren Krankheiten hätten die Planung zeitweise erschwert.
Besonders die Belastung auf dem Kunstrasen bereitet ihm Sorgen: „Einige haben sich auf dem Kunstrasen verletzt, da müssen wir aufpassen.“ Dennoch überwiegt der Optimismus. Die Mannschaft arbeitet konzentriert an der Rückkehr der Spieler, um bis Ende März, wenn die Frühjahrsrunde startet, ein eingespieltes Team zur Verfügung zu haben. Die Integration der genesenen Akteure soll mit Bedacht erfolgen, um Rückfälle zu vermeiden.
Organisatorisch beschreibt Alempic den SV Union Lind als stabil aufgestellten Verein mit gefestigten Strukturen: „Wir haben keine großen Turbulenzen, das Umfeld ist sehr ruhig und angenehm.“ Besonders hebt er die enge Kooperation mit dem SV Lendorf hervor, die dem Verein hilft, Talente zu fördern und jungen Spielern regelmäßige Einsatzzeiten zu ermöglichen. In der laufenden Saison hat Lind acht Spiele unentschieden gestaltet – ein Zeichen dafür, dass das Team häufig auf Augenhöhe agiert, in entscheidenden Momenten aber noch Kaltschnäuzigkeit vermissen lässt. „Da sieht man ein riesiges Potenzial, nach vorne zu gehen“, so Alempic.0
Für die restliche Saison will er das Zusammenspiel weiter verbessern, die Trainingsintensität steigern und gezielt an der Chancenverwertung arbeiten. Sein Fazit ist von Zuversicht geprägt: „Wir haben eine sehr junge Gemeinschaft, viele 15- und 17-Jährige spielen schon mit. Wenn sie dranbleiben, können sie sich weiterentwickeln und vielleicht eines Tages eine Klasse höher spielen.“ Der Trainer hofft, dass diese Aufbauarbeit auch in der Liga die verdiente Aufmerksamkeit findet – und SV Union Lind künftig öfter in den Schlagzeilen steht.