Im Derby der Unterliga West zwischen dem FC Union Raiffeisen Sillian Heinfels und dem URC Thal/Assling schildert Trainer Markus Hanser eine intensive, physische Begegnung auf schwierigem Geläuf – geprägt von Derbyhärte, einem späten Ausschluss und viel Mentalität. Hanser wirkt gelöst und zufrieden, betont aber die Mühen des Weges: Seine Mannschaft habe den Matchplan nach zähem Beginn gefunden, wichtige Zweikämpfe angenommen und in einer hitzigen Schlussphase kühlen Kopf bewahrt. Die Atmosphäre am Platz beschreibt er als besonders stimmungsvoll.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Hanser ordnet das Geschehen klar ein: „Es war ein physisches, kampfbetontes Derby – die Vereine trennen Luftlinie nur fünfzehn Kilometer und der Platz war nicht gut.“ Beim Blick auf die Spielkontrolle fasst er zusammen: „Wir wollten mehr Fußball spielen, der Ballbesitz lag wohl bei 60:40 für Thal/Assling.“ Schon vor der Pause lagen die besseren Möglichkeiten bei seiner Elf: Einmal startete Uros Palibrk frei durch, scheiterte im Eins-gegen-eins am Keeper und zog sich dabei eine leichte Blessur zu. Kurz darauf rutschte eine Hereingabe von der Seite bis an den Fünfer durch, wo Dominik Kofler freistehend nicht zum Abschlusserfolg kam – zwei Situationen, die eigentlich zum 1:0 oder 2:0 hätten führen können.
Der Start sei „ein wenig behäbig“ gewesen, so Hanser, doch im Verlauf der ersten Halbzeit griffen Pressing und Abläufe immer besser. Der Lohn: In der 37. Minute brachte Ludovico Costan Thal/Assling mit 1:0 in Führung – nach einem weiten Ball hinter die Kette vollendete er technisch sauber mit dem Außenrist. Sillian antwortete unmittelbar nach Wiederbeginn: Marco Ortner glich in der 49. Minute zum 1:1 aus. Innenverteidiger Julian Moser setzte in der 72. Minute den entscheidenden Akzent zum 2:1. Trotz eines Ausschlusses gegen Florian Huber um die 76. Minute blieb Thal/Assling in Unterzahl stabil. Das Duell blieb robust und eng: „Im Physischen und in den Zweikämpfen war es insgesamt ausgeglichen. Am Ende hatten wir leichte Vorteile, weil das Verteidigen in Unterzahl klarer wurde“, resümiert Hanser.
In der Bewertung seiner Mannschaft blieb Hanser konkret und fair. Er hob die Stabilität der Defensive hervor und lobte im Angriff besonders Dominik Kofler, der vor der Pause eine der klaren Gelegenheiten hatte. Zudem überzeugte Julian Moser nicht nur als Organisator der Hintermannschaft, sondern auch als Matchwinner mit dem 2:1. Die Kulisse passte zum Derbycharakter: „Es waren viele Zuschauer da, die Stimmung in Sillian war sehr gut.“ Für die kommenden Wochen klingt der Coach ambitioniert – und ausgesprochen zufrieden mit dem Auftakt: „Wir haben jetzt die zweite Partie gewonnen, also sechs Punkte – ein überragender Start. Nach zwei schwierigen Auswärtsspielen wollen wir zu Hause nachlegen. Mit dem Auftakt und der Mannschaft bin ich absolut zufrieden.“