Im Derby zwischen ATUS VFI-Center Nötsch und SV WEB-STAPLER Arnoldstein in der Unterliga West überwogen nach dem Abpfiff klare Eindrücke: Für Thomas Gilgenreiner war der Sieg verdient – getragen von einer starken Anfangsphase, einem kurzen Knick und einer reifen Antwort seiner Mannschaft nach dem Ausgleich. Hohe Intensität, disziplinierte Emotionen: ein Derby, das von Konsequenz in den entscheidenden Momenten lebte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Nötsch legte entschlossen los, führte die Zweikämpfe resolut und verschob kompakt. Das passte zum Führungstreffer: In der 23. Minute stellte Nicolas Janschitz auf 1:0. Nach der Pause kam Arnoldstein wacher aus der Kabine und glich durch Nermin Konjevic in der 49. Minute zum 1:1 aus. Nötsch blieb jedoch stabil und fand schnell zurück in den Rhythmus: Alessandro Ventre brachte die Hausherren in Minute 68 wieder in Front, ehe Christian Lussnig fünf Minuten später mit dem 3:1 (73.) die Weichen endgültig auf Derbysieg stellte. Genau so hatte es Gilgenreiner gesehen: „Wir waren die erste halbe Stunde gut im Spiel und nach dem 1:1 wieder die bessere Mannschaft.“
Ein Thema, das sich durch die Partie zog, waren knappe Abseitsentscheidungen. „Wir haben eigentlich drei Tore erzielt, die wegen Abseits aberkannt wurden. Ob zurecht, ist schwer zu sagen“, erklärte Gilgenreiner. Zudem rückten Standards in den Fokus: „Arnoldstein hat gute Ecken geschlagen und unser Tormann war im Grunde stets zur Stelle. Beim 1:1 unterlief ihm ein kleiner Fehler, ansonsten haben wir das gut verteidigt.“ Der Ausgleich war damit die einzige Szene, in der die sonst stabile Strafraumordnung der Nötscher kurz wankte. Danach sorgten klarere Zuordnungen, sichere erste Kontakte und eine bessere Staffelung hinter dem Ball dafür, dass die erneute Führung und der dritte Treffer nachhaltig Wirkung entfalteten.
Zur Atmosphäre sagte Gilgenreiner: „Die Intensität war hoch, insgesamt aber war es ein ruhiges Derby.“ Sowohl Fabio Wucherer von SV WEB-STAPLER Arnoldstein als auch Christian Lussnig von ATUS VFI-Center Nötsch sahen die Gelb-Rote Karte in Minute 66 und 89. Auf die Frage nach dem auffälligsten Akteur setzte er einen persönlichen Akzent und nannte Harald Ottowitz als Spieler des Spiels. Anpassungsbedarf sah der Trainer nach diesem Auftritt nicht – vielmehr bestätigten Struktur, Stabilität bei gegnerischen Standards und die entschlossene Reaktion nach dem Ausgleich die Reife seiner Mannschaft beim 3:1-Derbysieg.