Ein intensives Duell der Unterliga West bei Rapid Lienz endete für WSG VAO Radenthein mit 1:2 (0:1). Paul Görtschacher, Sektionsleiter der WSG, ordnete die Partie nüchtern ein: Er sprach von mehreren eigenen Chancen, lobte die kämpferische Haltung und sah Phasen der Kontrolle – jedoch mit zu wenig Ertrag. Die Stimmung bleibt kämpferisch-pragmatisch: Jetzt soll die Effizienz steigen, ohne die positiven Elemente aus einer insgesamt intensiven Begegnung aus den Augen zu verlieren.

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Auf die Gesamteinschätzung angesprochen, fiel sein erstes Fazit knapp und deutlich: „Wir hatten mehrere Möglichkeiten.” Im Rückblick betonte er, dass seine Mannschaft genügend Chancen vorfand, während Rapid Lienz in den entscheidenden Momenten kaltschnäuziger agierte. Die Chronologie unterstreicht das: In der 39. Minute stellte Dominic Girstmair auf 0:1, kurz nach Wiederbeginn erhöhte Dominik Müller in der 51. Minute auf 0:2. Spät meldete sich Radenthein zurück – Ermin Softic verkürzte in der 75. Minute auf 1:2. Genau an dieser Balance zwischen Chancenfülle und Verwertung machte der Sektionsleiter den Unterschied fest.
Zum Verlauf zeichnete Görtschacher ein differenziertes Bild: „Am Anfang hatte Radenthein mehr Kontrolle über das Spiel, doch im Verlauf war es eher ausgeglichen.” Seine Bilanz zur Grundtugend war eindeutig: „Besonders gut war die kämpferische Leistung des gesamten Teams.” Auch im Zweikampfverhalten sah er sein Team stark: „Wir waren kämpferisch sehr gut.” Zusammengenommen ergibt das die Momentaufnahme einer Mannschaft, die das Spiel phasenweise kontrollierte, robust auftrat und sich in engen Duellen behauptete – wenngleich die Belohnung vor dem Tor fehlte.
Bei der Frage nach Einzelkönnern richtete Görtschacher den Blick auf den späten Torschützen, wollte aber zugleich die Geschlossenheit betonen und die gesamte Mannschaft hervorgehoben wissen. Für die kommenden Aufgaben formulierte er daraus ein klares Arbeitsprogramm: „Wir müssen endlich aus den Chancen Tore machen.” Sein Kurs ist damit gesetzt: an die kämpferischen Qualitäten anknüpfen, die Phasen der Kontrolle stabilisieren und im letzten Drittel jene Konsequenz finden, die enge Spiele auf die eigene Seite kippen lässt.