Spielberichte

SV WEB-STAPLER Arnoldstein, Trainer Stevo Pipunic: „Drei Tore sind zu wenig – 1:5 in Gmünd“

ASKÖ Gmünd
SV Arnoldstein

Nach dem Duell in der Unterliga West zwischen ASKÖ Gmünd und SV WEB-STAPLER Arnoldstein ordnete Stevo Pipunic die Lage deutlich ein. Er sprach von einer verdienten 1:5-Niederlage, begründet mit zahlreichen Verletzten und Sperren sowie einem Kräfteverlust nach der Pause. Gleichzeitig hob er Gmünds Wucht bei Standards und eine ausgeglichene Wahrnehmung beim Ballbesitz hervor – und forderte für sein Team mehr Durchschlagskraft nach vorn.

Zwei Fußballspieler im Zweikampf

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Standardstärke und früher Dämpfer

Gleich der Auftakt setzte Arnoldstein zu: Bereits in Minute 4 stellte Nico Payer auf 0:1 – ein früher Wirkungstreffer, der dem Match eine klare Richtung gab. „Gmünd hat von Anfang an getroffen und das Spiel dominiert“, meinte Pipunic und verortete den Schlüssel besonders bei ruhenden Bällen: „Das erste Tor fiel nach einem Eckball. Insgesamt haben sie ihre Standards sehr gut genutzt.“ In der Summe sah er seine Mannschaft über weite Strecken hinterherlaufen, während Gmünd den physischen Zugriff und die Präsenz im Strafraum ausspielte. Bis zur Pause blieb es beim 0:1, doch aus Arnoldsteiner Sicht verfestigte sich früh das Gefühl, dass Standards an diesem Tag den Unterschied machten. Auch im offenen Spiel beschrieb er Gmünd als konsequent über die Außenbahnen – Hereingaben und zweite Bälle prägten seiner Einschätzung nach das Kräfteverhältnis bereits in Halbzeit eins.

Nach der Pause brechen die Dämme

Die entscheidenden Minuten folgten direkt nach dem Seitenwechsel: In der 46. Minute erhöhte Tobias Bliem auf 0:2, nur zwei Zeigerumdrehungen später schob Markus Pichorner in der 48. Minute das 0:3 nach – der Doppelschlag, der die Partie endgültig kippen ließ. Pipunic schilderte die Gründe offen: „In der zweiten Halbzeit sind uns, auch weil mehrere Ersatzspieler ranmussten, die Kräfte etwas ausgegangen – der Gegner hat das gut ausgenutzt.“ Zuvor hatte er die Ausgangslage umrissen: viele verletzte und gesperrte Akteure, „die wir nicht ersetzen konnten“. Die unmittelbare Folge des schnellen 0:3 fasste er klar: „Danach war die Mannschaft geknickt.“ Arnoldstein kam in dieser Phase kaum zu längerer Entlastung; Konter versandeten früh, und zweite Bälle landeten zumeist bei den Gastgebern. So verfestigte sich das Momentum, das mit dem frühen 0:1 begonnen hatte, unmittelbar nach dem Wiederanpfiff in ein klares Übergewicht.

Hoffnungsschimmer, Duellhärte und der Blick nach vorn

Trotzdem lagen Momente für ein anderes Drehbuch auf dem Rasen. Pipunic erinnerte an die große Möglichkeit beim Stand von 0:1: „Wir hatten eine hundertprozentige Chance – da hätte es 1:1 stehen können, aber wir haben sie nicht genutzt.“ Später gelang den Gästen zumindest der Anschluss: Fabian Ortner traf in der 67. Minute zum 1:3. Doch Gmünd antwortete konsequent – Daniel Pichorner stellte in der 72. Minute auf 1:4, und Stephan Gigler setzte in der 90. Minute den Schlusspunkt zum 1:5.

Im Gesamtbild sprach Pipunic von vielen intensiven Zweikämpfen und einem Flügelspiel, das Gmünd lag: „Es gab viele Duelle im Mittelfeld und über die Außen. Gmünd hat viel über außen gespielt und sich körperlich besser durchgesetzt.“ Beim Ballbesitz verortete er eine Pattsituation: „Vom Ballbesitz her kann man sagen: unentschieden. Mehr war für uns nicht drin.“ Für die nächste Aufgabe formulierte Pipunic klare Prioritäten: „Ich hoffe, dass meine verletzten Spieler zurückkommen und die kurzzeitig Gesperrten wieder dabei sind.“ Zudem verlangt er mehr Wucht in vorderster Linie – die eigene Offensive müsse an Klarheit und Effizienz zulegen.

Sein sportlich-ritterliches Fazit blieb bestehen: Gmünd habe die Favoritenrolle „gut ausgespielt“, er wünsche dem Team im Zweikampf um Rang zwei weiterhin Erfolg. Oder, wie er es zuspitzte: „Wir haben erst drei Tore geschossen – das ist zu wenig, um Punkte zu holen.“

Unterliga West: Gmünd : Arnoldstein - 5:1 (1:0)

  • 90
    Stephan Gigler 5:1
  • 72
    Daniel Pichorner 4:1
  • 67
    Fabian Ortner 3:1
  • 48
    Markus Pichorner 3:0
  • 46
    Tobias Bliem 2:0
  • 4
    Nico Payer 1:0