Spielberichte

SV Raika Greifenburg, Trainer Marcel Pirker: „Ein gerechtes X“ nach 1:1 gegen Thal/Assling

SV Greifenburg
URC Thal/Assling

Im Duell der Unterliga West zwischen dem SV Greifenburg und URC Thal/Assling überwog nach dem Abpfiff die Sachlichkeit: Trainer Marcel Pirker sprach von einem verdienten Remis, hob die starke erste Hälfte seines Teams hervor und beschrieb eine kampfbetonte Partie mit strittigen Strafraumszenen. Nach der Pause kippten Ballbesitz und Kontrolle Richtung Thal/Assling, doch Greifenburg hielt physisch dagegen. Am Ende stand ein intensives Match, nach dem der Coach Stolz mit Realismus verband.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Erste Halbzeit: Führung, Chancen und strittige Szenen

Greifenburg setzte früh Akzente und ging mit Wucht in die Partie. In der 11. Minute traf Tobias Mikulan zur 1:0-Führung, und mit 1:0 ging es auch in die Pause. Aus Sicht des Trainers hatte seine Mannschaft im ersten Abschnitt die klareren Möglichkeiten und drängte zielstrebig nach vorne. Besonders im Fokus standen dabei ein bis zwei Situationen im Strafraum der Gäste, in denen sich Greifenburg einen Pfiff erhofft hatte. Pirker hielt fest: „Aus unserer Sicht war es ein klarer Elfmeter.“ Auf Nachfrage blieb er knapp: „Er hat nicht gepfiffen, damit war es erledigt. So ist es.“ Ungeachtet dieser Szenen blieb der Ton moderat – entscheidend war, dass Greifenburg vor der Pause führte und im letzten Drittel griffiger agierte.

Zweite Halbzeit: Thal/Assling übernimmt den Ball und gleicht aus

Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich die Statik der Partie. Pirker ordnete es klar ein: „Ballbesitz hat Thal Assling mehr gehabt, in der zweiten Halbzeit überhaupt. Erste Halbzeit auch, aber sie waren nicht gefährlich. Zweite Halbzeit waren sie gut.“ Mit zunehmender Spieldauer übernahmen die Gäste mehr Kontrolle, schoben höher und setzten Greifenburg unter Druck. In dieser Phase reklamierten auch sie eine mögliche Elfmeterszene – aus Pirkers Sicht wäre nach der Pause ein Strafstoß für Thal/Assling vertretbar gewesen. Der Spielverlauf spiegelte sich im Ergebnis wider: In der 66. Minute stellte Julian Moser auf 1:1. Damit war die Begegnung wieder komplett offen, und Greifenburg musste vor allem in den Zweikämpfen sowie im Umschalten Stabilität finden, um die Balance zwischen Absicherung und Nadelstichen nach vorne zu halten.

Körperlichkeit, nüchterne Analyse – und der Blick nach vorn

Pirkers Fazit zeichnete das Bild eines intensiven, robust geführten Spiels, in dem Physis und Mentalität entscheidend waren: „Es war schon eine kampfbetonte Partie. Thal Assling ist, eh klar, immer kämpferisch sehr stark – und wir waren körperlich sehr gut.“ Standards spielten aus seiner Sicht keine prägende Rolle: „[seufzt] Nein, fällt mir jetzt nicht viel ein.“ Umso deutlicher wurde er bei der Bewertung der eigenen Leistung: „Ich war sehr stolz auf die Mannschaft, speziell in der ersten Halbzeit. Kämpferisch war sie sehr, sehr stark – die Leistung von jedem Einzelnen.“ Mit Blick nach vorne formulierte er nüchtern und zuversichtlich, dass eine sehr anspruchsvolle nächste Aufgabe wartet – gegen einen Gegner, der den Ball gerne hat und früh Druck ausübt. Unterm Strich steht ein gerechtes Unentschieden, das Pirkers Sachlichkeit bestätigt.

Unterliga West: SV Greifenburg : Thal - 1:1 (1:0)

  • 66
    Julian Jakob Moser 1:1
  • 11
    Tobias Boris Mikulan 1:0