Nach einer intensiven, fair geführten Partie zeigte sich Trainer Manuel Lips spürbar zufrieden und zugleich respektvoll gegenüber dem Gegner. Er sprach von vielen eigenen Chancen und einer Begegnung, die bis zum 2:1 auf Messers Schneide blieb. Im Duell der Unterliga West zwischen der WSG VAO Radenthein und dem Sportverein FC Dölsach setzten die Gastgeber vor allem über die Flügel Akzente; der vorbereitete Matchplan sei nahezu perfekt aufgegangen. „Wir haben gezielt trainiert, um Dölsachs Stärken zu neutralisieren – und das wurde fast eins zu eins umgesetzt“, erklärte Lips.

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„Das Endergebnis war aufgrund unserer Vielzahl an Chancen gerecht, war aber bis zum 2:1 auf Messers Schneide und sehr spannend.“ Früh zeichnete sich der Ton der Partie ab: Ermin Softic traf in der 9. Minute, dazwischen glich Sandro Unterreiner für die Gäste in Minute 27 aus. Noch vor dem Seitenwechsel brachte Maximilian Görtschacher Radenthein wieder in Führung (36.), zur Halbzeit stand es 2:1. „Phasenweise haben wir sehr hoch gespielt“, beschrieb Lips die Herangehensweise. Unmittelbar nach der Pause legte Softic nach und erhöhte in der 46. Minute auf 3:1. Mit seinem dritten Treffer stellte er in der 74. Minute auf 4:1 – der Dreierpack war perfekt. Den Schlusspunkt setzte Fabian Dullnig in der 77. Minute zum 5:1.
Als ausschlaggebend hob Lips das konsequente Spiel über die Außenbahnen hervor: „Über die Flügel haben wir sie sehr unter Druck gesetzt; durch scharfe Hereingaben und gute Pässe wurde es für den Gegner schwer zu verteidigen.“ Nach dem Wiederanpfiff nutzten die Gastgeber die Räume konsequent, zogen auf 3:1 und später 4:1 davon, ehe Dullnig in der 77. Minute zum 5:1 vollendete. Die Vielzahl an Gelegenheiten und das anhaltende Tempo unterstrichen den Eindruck einer Begegnung, die lange offen blieb, ehe sie klar in Richtung Heimmannschaft kippte.
Über weite Teile dominierte eine von Respekt geprägte Tonlage. Lips betonte ausdrücklich die Fairness und das Auftreten der Gäste: „Der Gegner war auch ein sehr fairer und sympathischer Gegner. Also kann man nur großes Lob aussprechen.“ Gleichzeitig verwies er auf erschwerte Rahmenbedingungen beim Kontrahenten: „Ja, Dölsach hat sicher den einen oder anderen Ausfall gehabt.“ Auch im eigenen Lager blieb nicht alles ohne Sorgenfalten: „Es gibt schon verletzte Spieler.“ Insgesamt fiel das Fazit positiv aus: hohe eigene Effektivität, getragen von Tempo über die Flügel und klaren Abläufen, sowie Anerkennung für einen Gegner, der trotz Ausfällen kompromisslos mithielt und die Partie lange spannend hielt.