In der Unterliga West setzte sich der Sportverein FC Dölsach im Derby gegen Rapid Lienz eindrucksvoll mit 6:0 durch. Das frühe 1:0 nach wenigen Sekunden gab den Takt vor, danach hatten die Hausherren klar mehr vom Spiel und legten konsequent nach. Ein später von Fürhapter angesprochener Ausschluss bei Lienz tat aus seiner Sicht sein Übriges. Sportchef Herbert Fürhapter sprach von einer „einseitigen Partie“ und hielt fest: „In der Höhe geht das sechs null vollkommen in Ordnung. Wir haben den Kampf angenommen und uns für unseren Auftritt belohnt.“

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Dölsach erwischte den perfekten Start. „Wir haben nach 33 Sekunden das 1:0 gemacht“, schilderte Herbert Fürhapter und beschrieb die Szene so: „Sandro Unterreiner tankt sich links durch, bringt die Flanke, und Raphael Wibmer köpft souverän und unhaltbar ein.“ Der frühe Führungstreffer setzte Energie frei, die Gastgeber blieben am Drücker. „Wir hatten in der ersten Halbzeit vier Tausender-Chancen“, betonte Fürhapter. Auf dem Spielbericht stand zur Pause ein klares 3:0: In Minute 30 erhöhte Felix Johannes Mayr, kurz vor dem Halbzeitpfiff legte Philipp Hochegger das dritte Tor nach (44.). „Von der ersten Minute weg haben wir das Derby angenommen“, so Fürhapter, „und das Spiel kontrolliert.“
Aus Sicht des sportlichen Leiters gab es nur einen echten Diskussionspunkt: den Ausschluss bei Rapid Lienz. „Die Rapid Lienz hat nach dem 1:0 zehn Minuten versucht, ein bisschen Fußball zu spielen, und dann, wo der Ausschluss war, waren sie komplett von der Rolle. Da war dann nix mehr“, sagte Fürhapter. Konkret sprach er von einer Gelb-Roten für Hasan Duranovic: „Darüber kann man diskutieren, ob’s eine Gelb-Rote war, aber der Schiri hat gesagt, es war regelkonform.“ Dass diese Szene das Spiel nicht allein erklärte, ordnete Fürhapter ebenfalls ein: „Vielleicht war das der einzige Punkt, der bei der Niederlage von Rapid Lienz entscheidend war.“ Ab diesem Moment geriet die Partie zur Abwehrschlacht aus Lienzer Sicht, während Dölsach weiter zielstrebig blieb.
Auch nach dem Wechsel ließ Dölsach nicht locker. Ein Eigentor von Noah Oswald Gassler stellte in Minute 57 auf 4:0, nur vier Minuten später erhöhte Pascal Obergantschnig auf 5:0 (61.). Den Schlusspunkt setzte erneut Philipp Hochegger mit seinem zweiten Treffer zum 6:0 in der 83. Minute. Fürhapter zog ein rundum zufriedenes Fazit: „Es war eine einseitige Partie mit vielen Chancen, und in der Höhe geht das 6:0 vollkommen in Ordnung.“ Zugleich hob er den Derby-Charakter hervor: „Ich bin auf meine Mannschaft immer stolz. In einem Derby, das sonst oft knapp ausgeht, ist 6:0 eine klare Geschichte.“ Laut Tabelle steht FC Dölsach derzeit auf Rang 6 (32 Punkte), Rapid Lienz hält bei 16 Zählern auf Platz 12 – ein Ergebnis, das den Verlauf dieses Nachmittags treffend widerspiegelt.