Spielberichte

Ibel Alempic (Trainer SV Union Lind): "Defensiv sehr gut gestanden"

SV Union Lind
ATUS Nötsch

In der Unterliga West feierte der SV Union Lind gegen den ATUS VFI-Center Nötsch einen wichtigen 2:0-Heimsieg. Trainer Ibel Alempic sprach danach von viel Disziplin und Geduld. "Der Gegner hatte mehr Spielanteile, wir haben gut gestanden und auf unsere Chance gewartet. Die haben wir eiskalt verwertet", sagte er. Lind ging früh in Führung, musste nach einer Roten Karte gegen Rene Löschnig lange in Unterzahl durchhalten und machte nach der Pause den Deckel drauf. Am Ende stand ein 2:0, das der Mannschaft sichtlich gut tat.

Fußball liegt im Tornetz

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Frühes 1:0, dann Rot – Lind kämpft sich in die Pause

Lind erwischte einen Start nach Maß: Bereits in Minute 9 brachte Rene Löschnig die Hausherren mit 1:0 in Front. Trainer Ibel Alempic beschrieb den Führungstreffer als Angriff über links, bei dem ein Nötscher Verteidiger eine Hereingabe unglücklich verlängerte und Löschnig eiskalt vollendete. Danach blieb das Bild der Partie zunächst gleich, doch die Aufgabe wurde deutlich schwerer: In der 33. Minute sah Torschütze Löschnig Rot. Lind musste fortan mit einem Mann weniger auskommen. Alempic blieb bei seiner Linie: kompakt stehen, Räume schließen, Geduld bewahren. Zur Pause hielten die Heimischen das 1:0 fest – auch weil Nötsch zwar viel vom Ball hatte, aber kaum zwingend durchkam und die Gastgeber hinten wenig zuließen.

„Diszipliniert geblieben“: Alempic lobt zwei Sechser, Goalie und das Kollektiv

Nach dem Seitenwechsel blieb Lind im Plan. "Wir sind mit Selbstvertrauen reingegangen, diszipliniert geblieben und haben die Linien gut geschlossen, damit es der Gegner schwer hat. Wir haben wenig zugelassen", erklärte Alempic. Besonders hob er das Zentrum hervor: "Defensiv haben wir sehr gut gestanden. Die zwei Sechser haben die Räume vor der Abwehr gut verteidigt, und unser Goalie war auf der Höhe." Zum Gegner fand der Lind-Trainer respektvolle Worte: "Nötsch wollte von der ersten Minute an Fußball spielen, viele Kombinationen. Vorne hat ein bisschen der letzte Stich gefehlt. Eine sehr sympathische und gut eingespielte Mannschaft." Auch zur Spielleitung äußerte er sich klar: "Der Schiedsrichter war in Ordnung, er hat das ruhig geleitet. Die Rote habe ich nicht richtig gesehen – vielleicht unglücklich."

Deckel drauf: Offiziell Oberwinkler – und doch spricht Alempic von Stange und Lupfer

In Unterzahl suchte Lind weiter den Moment, um für Ruhe zu sorgen – und fand ihn in Minute 72. Johannes Oberwinkler stellte auf 2:0 und machte damit alles klar. Alempic schilderte die Entstehung als Umschaltszene: ein Lochpass in die Tiefe, der Abschluss krachte an die Stange, der Abpraller wurde per Kopf über den Tormann gelupft. "Der Gegner hatte mehr Spielanteile und war spielerisch stärker, aber wir haben uns nicht aus der Ordnung ziehen lassen", betonte der Coach. In der Tabelle bringt der Dreier Stabilität: Lind steht nach 20 Spielen bei 22 Punkten auf Rang 11, Nötsch hält bei 32 Zählern. Für Alempic war es ein Sieg, der über Organisation, Fleiß und Effizienz kam.

Personalsorgen dämpfen die Freude – „Wir werden kämpfen“

Bei aller Erleichterung blieb der Blick des Trainers realistisch. Die Rote gegen Rene Löschnig bezeichnete er als "unglücklich", ein Thema, das Lind in den nächsten Wochen zusätzlich beschäftigen wird. Schwerer wiegen freilich die Ausfälle. "Die Verletzungsliste wird immer länger. Bitter ist, dass wir zwei Schwerverletzte haben: Nace Begus, ein Topspieler, und Amadeo Mölschl im Mittelfeld", sagte Alempic. Die Konsequenz: zusammenrücken und improvisieren. "Wir probieren, jeden möglichen Spieler aus der 1B oder Burschen, die länger nicht dabei waren, zu reaktivieren, damit wir genug Leute bis zum Saisonende haben. Soweit wir elf haben, treten wir mit elf an – wenn es weniger sind, dann mit weniger. Wir werden kämpfen." Nach diesem 2:0 hat Lind wieder Rückenwind – und einen klaren Plan, wie es weitergehen soll.

Unterliga West: SV Lind : Nötsch - 2:0 (1:0)

  • 72
    Johannes Oberwinkler 2:0
  • 9
    Rene Löschnig 1:0