Spielberichte

Markus Hanser (Trainer URC Thal/Assling): "Spielerisch eine Klasse besser"

URC Thal/Assling
ASKÖ Gmünd

In der Unterliga West trennte sich der URC Thal/Assling und der ASKÖ Gmünd mit 2:2. Nach einem Blitzstart der Hausherren und einer Gmünder Wende vor der Pause rettete Thal spät den Punkt. Trainer Markus Hanser sprach von einem starken Heimauftritt: "Wir waren spielerisch eine Klasse besser." Gleichzeitig haderte er mit einem Assistenz-Fehler, der zum 1:2 führte. Unterm Strich fühlt sich das Remis für Thal zu wenig an – auch, weil die jüngste Serie zeigt, dass die Entwicklung aus Hansers Sicht stimmt.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Früher Druck, frühe Führung – dann dreht Gmünd noch vor der Pause

Thal erwischte den besseren Start und legte vor viel Publikum forsch los. Hanser schilderte die erste Phase deutlich: "In den ersten zehn, fünfzehn, zwanzig Minuten waren wir drückend überlegen." Eine frühe Dreifach-Gelegenheit von Ludovico Costan blieb ungenützt, doch wenig später zappelte der Ball im Netz: Florian Michael Huber traf in Minute 7 – aus Hansers Sicht "aus einem Weitschuss" – zum 1:0. Danach ließ der Gastgeber spielerisch nicht nach, Gmünd kam jedoch mit zwei guten Kontern ins Spiel. Der Ausgleich fiel für Hanser "aus dem Nichts": In der 37. Minute stellte Elias Peter Rainer auf 1:1. Kurz vor der Pause wurde es aus Thaler Sicht bitter. "Durch eine Fehlentscheidung vom Linienrichter gab es einen Einwurf, und daraus ist das 2:1 gefallen", ärgerte sich Hanser. Den Treffer markierte Juro Kovacic in Minute 45. Zuvor hatte er noch eine strittige Szene gesehen: Rechtsverteidiger Lorenz Blassnig war durchgebrochen, "da kann er Elfmeter pfeifen", meinte Hanser – die Pfeife blieb jedoch stumm. Mit 1:2 ging es in die Kabinen.

Dreierkette, Dauerdruck und der Ausgleich vom Punkt

Zur Pause stellte Thal um. "Wir haben auf eine Dreierkette gewechselt, und dann war es wie auf der schiefen Ebene", erklärte Hanser. Seine Mannschaft blieb am Drücker, suchte konsequent den Ausgleich und kam zu mehreren Topchancen: zweimal per Kopf durch Julian Jakob Moser sowie durch den eingewechselten Slowenen Matej Palcic. Auch Huber versuchte es erneut aus der Distanz. Der Druck der Hausherren zahlte sich schließlich aus: In der 76. Minute glich Moser zum 2:2 aus, aus Hansers Sicht "per Elfer". Thal drückte weiter, weitere gute Gelegenheiten – wieder per Kopf – blieben jedoch liegen. "Spielerisch war das eine sehr gute Leistung von meiner Mannschaft", bilanzierte Hanser. "Wir hatten viel Ballbesitz, wir wollten zu Hause Fußball spielen. Bei den Abschlüssen waren ein bisschen Unvermögen und auch Pech dabei."

Hanser lobt Team – Kritik am Assistenten und Zuversicht für die nächsten Wochen

In seiner Gesamtanalyse fand Hanser klare Worte. Zum Gegner meinte er: "Gmünd kommt vor allem über das Physische. Überraschend war da für mich nichts." Den eigenen Auftritt sah er über weite Strecken vorne: "Wir haben von der ersten Minute an spielerisch überzeugt." Gleichzeitig trennte er Schiedsrichter-Thema und Leistung strikt: "Der Hauptschiedsrichter war überragend. Nur der Assistent hat ein Handspiel komplett falsch bewertet. Das war spielentscheidend, weil daraus der Einwurf und dann das Tor kam." Blickt man auf die Tabelle, holt Thal gegen ein Spitzenteam einen Punkt, steht aktuell bei 30 Zählern, Gmünd bei 38. Für Hanser ist das kein Zufall, sondern Teil eines Trends: "Wir sind in einem Lauf – drei Siege, zwei Unentschieden gegen Titelaspiranten. Mit der Entwicklung bin ich sehr zufrieden. Wir sind auf einem guten Weg." Der Ärger über das 2:2 weicht damit der Überzeugung, dass solche Auftritte künftig öfter in drei Punkte münden.

Unterliga West: Thal : Gmünd - 2:2 (1:2)

  • 76
    Julian Jakob Moser 2:2
  • 45
    Juro Kovacic 1:2
  • 37
    Elias Peter Rainer 1:1
  • 7
    Florian Michael Huber 1:0