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Rapid Lienz lässt gegen Gmünd seine Chance liegen – „Wer das erste Tor schießt, gewinnt dieses Spiel“

Rapid Lienz
ASKÖ Gmünd

In der Unterliga West hat Rapid Lienz am fünften Spieltag gegen ASKÖ Gmünd eine knappe 0:1-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Georg Peter Rohracher sah eine über weite Strecken offene Partie, in der seine Mannschaft gegen einen starken Gegner mithielt und selbst Möglichkeiten auf die Führung hatte. Entscheidend war für ihn am Ende die Chancenauswertung.

Mehrere Spieler bilden eine Mauer

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Ein offenes Spiel kippt erst spät

Rohracher schilderte eine Partie, die aus seiner Sicht lange in beide Richtungen gehen konnte. „Ich habe eine starke Gmünder Mannschaft erlebt, wobei Lienz gut dagegengehalten hat“, sagte der Rapid-Coach. In der ersten Halbzeit sah er leichte Vorteile bei den Gästen, die bis in die Anfangsphase der zweiten Hälfte hinein „drei, vier Top-Chancen“ vorfanden und das Spiel aus seiner Sicht schon früher auf ihre Seite hätten ziehen können. Trotzdem blieb es zur Pause beim 0:0. Auch Lienz war nämlich im Spiel, hatte laut Rohracher kurz vor dem Halbzeitpfiff eine Doppelchance und bekam nach dem Seitenwechsel mehr Zugriff. Für die zweite Halbzeit sprach der Trainer sogar von leichten Vorteilen für seine Mannschaft. In der 60. Minute sah er eine hundertprozentige Möglichkeit auf das 1:0, ehe die Entscheidung schließlich in Minute 79 fiel: Nach einem Einwurf traf Daniel Pichorner mit einem Drehschuss in die lange Ecke zum 0:1. Für Rohracher passte das genau zum Charakter der Begegnung: „Wer das erste Tor schießt, gewinnt dieses Spiel.“

Bis zum Strafraum passte vieles, im Abschluss zu wenig

Dass Rapid Lienz am Ende leer ausging, machte der Trainer an einem Punkt fest. „Sicherlich bei der Chancenauswertung“, sagte Rohracher auf die Frage, wo das Spiel verloren gegangen sei. Er sprach nicht davon, dass seiner Mannschaft Einsatz oder Bereitschaft gefehlt hätten, ganz im Gegenteil. „Die letzte Entscheidung oder die letzte Konsequenz vor dem Tor“ sei das Thema gewesen. Gerade diese Einordnung zeigt, wie der Lienzer Trainer die 90 Minuten gesehen hat: Nicht als klare Unterlegenheit, sondern als Spiel, in dem sein Team viel richtig machte, sich dafür aber nicht belohnte. „Bis zum Sechzehner war es ideal, auch von den Zweikämpfen her haben wir es angenommen, die Laufbereitschaft war okay. Nur haben wir uns nicht mit einem Treffer belohnt“, sagte Rohracher. Damit beschrieb er eine Niederlage, die weniger mit dem Spiel gegen den Ball zu tun hatte als mit den Momenten in Tornähe.

Respekt für Gmünd, aber auch etwas zum Mitnehmen

Trotz des 0:1 nahm Rohracher aus dem Auftritt seiner Mannschaft auch Positives mit. Für ihn war wichtig, dass Rapid Lienz gegen einen Gegner auf Augenhöhe war, den er sehr hoch einschätzt. „Das Positive ist, dass wir gegen eine Top-Mannschaft der Liga mithalten konnten, beziehungsweise eine Überraschung in der Luft war mit einem Punkt oder sogar mit einem Sieg“, sagte der Trainer. Noch deutlicher wurde er bei der Einschätzung des Gegners: „Der Gegner war richtig gut. Ich denke, dass sie sicher vorne um den Titel mitspielen werden.“ Gerade deshalb wog aus Lienzer Sicht umso schwerer, dass aus den eigenen guten Phasen nichts Zählbares herausschaute. Unzufriedenheit mit dem Auftreten des Schiedsrichterteams gab es hingegen nicht. „Das Schiedsrichterteam hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle“, meinte Rohracher. Für Rapid Lienz bleibt damit zwar eine knappe Heimniederlage, aber auch die Erkenntnis, gegen eines der stärkeren Teams der Liga voll dabei gewesen zu sein.

Unterliga West: Lienz : Gmünd - 0:1 (0:0)

  • 79
    Daniel Pichorner 0:1