In der Unterliga West hat URC Thal/Assling in Runde 5 gegen WSG VAO Radenthein einen klaren 5:1-Heimsieg gefeiert und die Partie mit einer starken Anfangsphase früh entschieden. Trainer Markus Hanser machte genau diesen Start zum Hauptpunkt seiner Analyse: Thal war sofort da, führte zur Pause 4:0 und hatte das Spiel damit praktisch im Griff, auch wenn ihm der zweite Durchgang deutlich weniger gefiel.

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Hanser musste nach dem Anpfiff nicht lange auf den Beleg für seine Einschätzung warten. Schon in der 2. Minute brachte Ludovico Costan die Gastgeber mit 1:0 in Führung, und genau diese Szene hob der Thal-Coach nach dem Spiel besonders hervor. „Das war schon entscheidend“, sagte er über die Standardsituation von der Seite, die Pascal Kofler in den Strafraum brachte und die Costan per Kopf verwertete. Thal blieb danach klar am Drücker und legte sofort nach. Samuel Stephan Schönegger erhöhte in der 7. Minute auf 2:0 und traf in der 12. Minute gleich noch einmal zum 3:0. Als Tobias Stocker nach 20 Minuten auch noch das 4:0 nachlegte, war die Richtung dieser Partie früh vorgegeben. Hanser fasste diese Phase sehr deutlich zusammen: „Wenn nach zehn, zwölf oder fünfzehn Minuten 3:0 steht, dann ist das Spiel mehr oder weniger gegessen.“
Genau diese erste halbe Stunde war für Hanser auch der Kern des Abends. „Wir waren die erste Halbzeit sehr konzentriert“, sagte er, und genau das habe seine Mannschaft als Favorit auf eigenem Platz gebraucht. Nach seiner Wahrnehmung war das Spiel nach rund 35 Minuten schon so gut wie entschieden, weil Thal in dieser Phase kaum etwas anbrennen ließ und vorne die Tore machte. Mit dem zweiten Durchgang war der Trainer dann aber überhaupt nicht einverstanden. „In der zweiten Halbzeit waren wir unheimlich schlampig im Passspiel, gegen den Ball haben wir nicht gearbeitet und die Laufbereitschaft war zu wenig“, hielt Hanser fest. Die Gastgeber brachten den klaren Vorsprung zwar ohne echte Gefahr über die Zeit, doch Radenthein blieb laut Hanser bissig und kam in der 79. Minute durch Luca Wildpaner zum 4:1. Das letzte Wort hatte trotzdem wieder Thal, als Paul Felder in der 88. Minute den 5:1-Endstand herstellte.
Dass Hanser nach einem deutlichen Sieg so klar den Finger in die Wunde legte, zeigte gut, wie er diesen Abend einordnet. „Die größte Stärke war, dass wir sehr konzentriert in das Spiel gekommen sind“, sagte er, schob aber sofort nach, wo er weiter ansetzen will: „Die größte Arbeit haben wir gegen den Ball.“ Schon in der Vorwoche habe er in diesem Bereich Dinge vermisst, diesmal kamen für ihn vor allem Schwächen im Zweikampfverhalten und in der Passqualität nach der Pause dazu. Bemerkenswert war auch, dass der Thal-Trainer den Gegner trotz des klaren Spielstands nicht kleinredete. Radenthein sei in der zweiten Halbzeit „unheimlich bissig“ gewesen, habe Tempo gehabt und mit einer jungen Mannschaft sowie einem jungen Tormann „schon Qualität drin“. Auch das Schiedsrichterteam beurteilte Hanser sachlich: „Hat alles gepasst. Kleinigkeiten gibt es immer.“
Unterm Strich nahm Thal damit das mit, was auf eigenem Platz zählen soll: ein klarer Sieg und ein Spiel, das schon sehr früh in die richtige Richtung lief. Hanser verwies nach der Partie auch auf die Stärke daheim und betonte, dass seine Mannschaft dort weiter schwer zu schlagen ist. Gerade deshalb war ihm der gute Einstieg so wichtig. Gleichzeitig wollte er das 5:1 nicht einfach nur als lockeren Erfolg abhaken. Die erste halbe Stunde war für ihn sehr gut, danach ließ die Konzentration nach, und genau das soll trotz des klaren Resultats nicht untergehen. Oder, wie er es selbst zusammenfasste: Thal habe in dieser Phase die „normale Hausaufgabe“ erledigt, aber eben auch gezeigt, dass für die kommenden Aufgaben noch genug zu verbessern bleibt.