In der Unterliga West hat SG Gitschtal gegen URC Thal/Assling trotz 2:0-Pausenführung noch 2:3 verloren. Michael Jungmann, Sektionsleiter der Gäste, sah den Schlüssel im Tor und in der starken Reaktion nach der Pause. „Der entscheidende Unterschied war heute ganz klar der Torhüter“, sagte er nach einer Partie, in der Thal/Assling zunächst leiden musste und dann mit einem Dreifachwechsel zurückkam. Aus einem frühen 0:2 machte der Tabellenführer noch einen Auswärtssieg.

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Aus Sicht der Gäste begann die Partie denkbar schlecht. „Gitschtal startete wie aus der Pistole geschossen“, sagte Jungmann, und genau so lief die Anfangsphase auch. Schon nach drei Minuten musste Ayotunde Ikuepamitan mit einer starken Parade retten. Wenig später war er dann aber geschlagen: Nach einer Flanke von Philipp Kofler köpfelte Markus Regatschnig in der 4. Minute zum 1:0 ein. Es blieb hektisch und druckvoll, weil Gitschtal sofort nachsetzte und Thal/Assling weiter tief hineindrückte. In der 7. Minute erhöhte Regatschnig mit einem Schuss ins Kreuzeck auf 2:0. Die Gastgeber blieben auch danach am Drücker, während bei den Gästen nur ein Lattentreffer von Matej Palcic und kurz vor der Pause ein weiterer Aluminiumtreffer etwas Entlastung brachten. Jungmann machte keinen Hehl daraus, warum seine Mannschaft zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch im Spiel war: „Nur durch die überragenden Paraden unseres Torhüters blieb die Partie noch spannend.“
Zur Pause reagierten die Gäste mit drei Wechseln, und laut Jungmann veränderte das die Partie sofort. „Durch den Dreifachwechsel waren wir wie ausgetauscht in der zweiten Halbzeit und setzten den Gegner sofort unter Druck“, sagte der Sektionsleiter. Was davor klar an Gitschtal gegangen war, wurde nun zur offenen Jagd auf den Anschlusstreffer. In den ersten Minuten nach Wiederbeginn kam Thal/Assling zu mehreren großen Möglichkeiten, ehe Julian Jakob Moser in der 50. Minute per Kopf auf 2:1 verkürzte. Nur wenig später wurde es auch noch hitzig, weil die Gäste nach einer Szene um Luis Felder lautstark Elfmeter forderten. Jungmann sprach von einem Foul, räumte aber zugleich ein, dass seine Mannschaft auf der anderen Seite in einer anderen Situation auch Glück gehabt habe. Das änderte nichts daran, dass der Druck der Gäste weiter zunahm. In der 55. Minute fiel der Ausgleich, als Matej Palcic aus rund 16 Metern ins lange Eck traf. „Dann war es nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleich fällt“, meinte Jungmann rückblickend.
Mit dem 2:2 war die Partie endgültig neu gestartet. Jungmann sprach von einem offenen Spiel in der letzten halben Stunde, in der beide Mannschaften noch zu guten Chancen kamen. Gitschtal blieb mit seinem direkten Spiel nach vorne gefährlich, und auch dafür fand der Funktionär lobende Worte: „Sie spielten schnörkellos nach vorne, hatten ein schnelles Kurzpassspiel und ein gutes Umschalten.“ Den entscheidenden Treffer setzte aber Thal/Assling. In der 83. Minute traf Patrick Hainzer mit einem Weitschuss zum 3:2 und vollendete damit die Aufholjagd. Für Jungmann war das kein Zufall, sondern auch ein Hinweis auf die Breite im Kader: „Man muss die Moral der Mannschaft hervorheben. Es spielt jeder für jeden, und wenn einer einen schlechten Tag hat, kommen von der Bank gleichwertige Spieler, die so ein Spiel drehen können.“ Mit diesem Sieg bleibt Thal/Assling in der Unterliga West vorne dabei, während Gitschtal nach einer starken ersten Hälfte ohne Ertrag bleibt.