Eine kuriose Geschichte spielte sich am Mittwoch in Strasshof ab. Der Meister der 2. Klasse Marchfeld trennte sich von Trainer Christian Simperler. Seitens des Vereins ist noch kein neuer Trainer präsentiert worden. Im Gespräch dürfte aber Robert Nemeth aus Ollersdorf sein. Christian Simperler zeigte sich von seinem Rauswurf überrascht.
Lange Zeit wurde in Strasshof nicht mit den Spielern oder dem Trainer über die kommende Saison gesprochen. "Es war schon eine ganz seltsame Stimmung im Verein, weil keiner über das nächste Jahr Bescheid wusste. Erst bei der Meisterfeier ergriff Markus Aigner die Initiative und trat an den Verein heran. In den drei Jahren, in denen ich in Strasshof bin, gingen alle Transfers über mich. Diesmal war das scheinbar anders", so Trainer Christian Simperler. Trotz der ungewohnten Gangart wollte Simperler aber auch in der 1. Klasse bei der Mannschaft bleiben. "Ich hänge emotional sehr an der Mannschaft. Das ist eine gute Truppe, die auch gut zusammen passt. Wir waren auf einem richtigen Weg."
Am Mittwoch kam aber für Simperler das dicke Ende. "Mir wurde mitgeteilt, dass ich nicht mehr länger Trainer in Strasshof bin." Seitens des Vereins wollte man keine genaue Begründung abgeben. "Wie es im Leben so ist, haben wir nicht mehr zueinander gefunden. Es hat allgemeine Differenzen gegeben", so Obmann Rudolf Mayer, der aber die gute Arbeti von Simperler in den letzten Jahren erwähnt haben möchte.
Simperler selbst weiß über die Gründe besser Bescheid. "Ich habe heuer nicht mehr Geld verlangt. Als Entgegenkommen wollte ich aber die Freigabe für meinen 14-jährigen Sohn, der in Strasshof spielt. Der Verein hat das scheinbar als Erpressung ausgelegt. Dabei hat mir der Obmann zunächst noch zugesagt, dass es so in Ordnung gehen würde." Doch der Vorstand sprach sich kurz darauf dagegen aus und feuerte Simperler. Einen neuen Trainer gibt es offizielle noch nicht. Gemunkelt wird, dass Robert Nemeth das Amt übernehmen wird. Aufgrund der Vorfälle holte sich auch Kapitän Ronald Langer seinen Pass und wird nicht mehr für Strasshof spielen.