Der FK Bockfließ hat in der Sommerpause grobe Veränderungen vorgenommen. Zahlreichen Spielern wurde der Abschied nahegelegt. Auch auf der Trainerposition gab es eine Umstellung. Mit Peter Grasser sicherte sich der Verein einen Coach, der die Liga sehr gut kennt. Er sprach mit ligaportal.at über die Vorbereitung, die Erwartungen und die Ausgeglichenheit in der 1. Klasse Nord.
Die Vorbereitung beim FK Bockfließ lief alles andere als nach den Vorstellungen des neuen Trainers. "Es war eine ganz schlechte Vorbereitung. "Nachdem wir viele neue Spieler haben, wollt ich mehr Match machen, dafür weniger Trainingseinheiten. Die Spieler sollten sich so besser kennen lernen", so Trainer Peter Grasser. Doch bei den Spielen fehlten regelmäßig fünf oder sechs Spieler. "Ich habe gehofft, dass ich am Dienstag gegen Columbia komplett antreten kann. Da hat dann nur einer gefehlt." Mit der Leistung gegen den Wiener Verein war Grasser zufrieden. "Darauf kann ich aufbauen. Ich habe eine Stunde lang mit den ersten Elf gespielt. Dann habe ich noch fünf Mal gewechselt. Das war schon ganz in Ordnung."
Davor musste Grasser aber einmal deutlich Worte finden. "Ich bin normal ein ruhiger Mensch. Aber ich musste ihnen klar machen, dass wir in wenigen Tagen Meisterschaft spielen werden." Die Spieler nahmen die Kritik gut auf und zeigten beim 5:3-Erfolg eine Reaktion. Gegen Großkrut am Wochenende erwartet sich Grasser ein ausgeglichenes Spiel mit dem besseren Ausgang für Bockfließ. "Wir haben diesmal eine ganz gute Auslosung. Großkrut und Auersthal können wir sicher schlagen. Gegen Kreuttal wird es dann wieder schwerer. Wichtig ist, dass wir gleich am Anfang einige Punkte holen." Der Verein möchte im oberen Tabellendrittel mitspielen. Peter Grasser will hauptsächlich mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Die Liga scheint wesentlich ausgeglichener als im Vorjahr zu sein. "Fünf Vereine werden um den Titel mitspielen, der Rest wird um den Abstieg spielen", glaubt Grasser.