Spielberichte

„Drei billige Tore“: SC Großengersdorf hadert nach 3:4 zum Auftakt mit dem eigenen Defensivverhalten

SV AUST-BAU Großkrut
SC Großengersdorf

In der 1. Klasse Nord hat der SV AUST-BAU Großkrut zum Auftakt ein wildes 4:3 gegen den SC Großengersdorf geholt. Aus Sicht von Großengersdorf-Trainer Patrick Groher war es eine Niederlage, die besonders weh tat, weil seine Mannschaft früh vorlegte, nach der Pause ein 1:3 noch ausglich und am Ende doch leer ausging. Der Coach machte vor allem das eigene Defensivverhalten für den Fehlstart verantwortlich.

Fußball und die Beine von zwei Spielern unterschiedlicher Mannschaften

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Frühe Führung, dann kippt das Spiel noch vor der Pause

Der SC Großengersdorf erwischte den besseren Start und lag schon in der 2. Minute vorne, als László Auerbach das 0:1 erzielte. Lange halten konnte die Mannschaft diesen Vorteil aber nicht, weil Jozef Hermann in der 11. Minute für den SV AUST-BAU Großkrut ausglich. Entscheidend wurde dann die Schlussphase der ersten Halbzeit. Jozef Hermann stellte in der 43. Minute auf 2:1, kurz darauf legte Filip Palkovic noch das 3:1 nach. Genau dort setzte Patrick Groher mit seiner Analyse an. „Die zwei Tore in der ersten Halbzeit, also das zweite und das dritte Gegentor, waren sehr billig. Die haben uns das Spiel verloren“, sagte der Trainer und sprach damit die Phase an, in der die Partie aus seiner Sicht wegglitt.

Der SC Großengersdorf kommt zurück, wird aber spät bestraft

Nach dem Seitenwechsel zeigte der SC Großengersdorf aber, dass die Partie noch nicht entschieden war. Patrick Pöschl verkürzte in der 62. Minute auf 3:2, und als Robert Tichy in der 72. Minute das 3:3 erzielte, war die Mannschaft wieder voll da. Aus einem klaren Rückstand war wieder ein offenes Spiel geworden, und genau deshalb fiel das Fazit von Patrick Groher nach Schlusspfiff so bitter aus. „Es ist eine bittere Niederlage. Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft und hätten uns heute mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagte der Trainer. Umso schwerer wog dann der späte Gegentreffer, denn in der 89. Minute traf Felix Stetter noch zum 4:3 für den SV AUST-BAU Großkrut.

Vorne gute Phasen, hinten zu einfach

Groher beließ es nach dem 3:4 nicht bei einem allgemeinen Ärger über das Ergebnis, sondern benannte sehr klar, was ihm gefallen und was ihm nicht gefallen hat. Positiv sei gewesen, dass der SC Großengersdorf mit dem Ball immer wieder gute Phasen hatte und sich viele Chancen herausspielte. „Das war sehr positiv“, sagte der Trainer, der seiner Mannschaft den Auftritt nach vorne also keineswegs absprach. Gleichzeitig war für ihn aber ebenso klar, dass genau dort der Unterschied zwischen einem ordentlichen Spiel und einer Niederlage lag. „Unser Defensivverhalten war heute definitiv der Grund für die Niederlage“, hielt Patrick Groher fest. Das nötige Glück habe zwar gefehlt, entscheidender war für ihn aber, dass der SC Großengersdorf hinten drei aus seiner Sicht zu billige Tore kassierte.

Klare Worte zum Gegner und keine Ausreden beim Schiedsrichter

Auch in der Einordnung des Gegners war der Trainer deutlich. „Der Gegner war nicht stärker als wir. Es war ein harter Gegner, ein zweikampfbetontes Spiel, aber ich finde, der verdiente Sieger war der SV AUST-BAU Großkrut nicht“, sagte Patrick Groher. Damit machte er noch einmal klar, dass ihn weniger die Stärke des Gegners als vielmehr der eigene Umgang mit den Gegentoren ärgerte. Ebenso nüchtern bewertete er die Leistung des Schiedsrichters. Zwar habe es „einige Fehler“ gegeben, doch daraus wollte er ausdrücklich keinen größeren Punkt machen. „Am Schiedsrichter rede ich mich nicht aus. Wir müssen besser defensiv arbeiten, und der Schiedsrichter ist definitiv nicht schuld an unserer Niederlage“, sagte Groher. Für den SC Großengersdorf bleibt nach Runde eins damit die Erkenntnis, dass die Aufholjagd bis zum 3:3 am Ende nichts einbrachte, weil die Fehler in der Defensive schwerer wogen als die guten Phasen mit Ball.

1. Klasse Nord: SV Großkrut : Großengersdorf - 4:3 (3:1)

  • 89
    Felix Stetter 4:3
  • 72
    Robert Tichy 3:3
  • 62
    Patrick Pöschl 3:2
  • 45
    Filip Palkovic 3:1
  • 43
    Jozef Hermann 2:1
  • 11
    Jozef Hermann 1:1
  • 2
    László Auerbach 0:1