Zum Auftakt der 1. Klasse Nord haben sich SG Hohenau/Hausbrunn II und USV Schrick mit 2:2 getrennt. Für Schrick-Trainer Alexander Bitter war es ein Auswärtspunkt, mit dem er leben konnte, auch wenn nach der starken ersten Halbzeit mehr drinnen war. "Wenn wir mit 2:0 in die Pause gehen, schaut das schon ganz anders aus", sagte er nach einer Partie, in der seine Mannschaft lange den besseren Zugriff hatte und sich am Ende doch mit einem Remis begnügen musste.

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Die Anfangsphase verlief laut Alexander Bitter noch mit leichten Vorteilen für SG Hohenau/Hausbrunn II, doch danach kippte das Spiel mehr und mehr in Richtung USV Schrick. Vor allem das Anlaufen gefiel dem Trainer. "Wir haben gedrückt, dem Gegner keine Luft gelassen, sind ihn immer wieder aggressiv angelaufen, haben Balleroberungen erzwungen und haben super Umschaltmomente gehabt", sagte Bitter. Genau aus so einer Szene entstand auch das 0:1 in der 15. Minute. Maurice Steiner eroberte den Ball, setzte sich auf der rechten Seite durch und legte quer, ehe Pascal Lackner noch ein paar Meter machte, den weit vor dem Tor stehenden Tormann sah und ihn aus rund 25 Metern überhob. Bitter sprach von einem "wirklich schönen Traumtor", und diese Führung war in dieser Phase auch der verdiente Lohn für einen sehr aktiven Auftritt der Gäste.
Dass USV Schrick zur Pause trotzdem nur mit einem Tor vorne lag, war aus Sicht des Trainers der Knackpunkt des Abends. Chancen auf das zweite Tor waren da. Bitter erinnerte an einen Seitfallzieher, den der Tormann stark parierte, und an einen weiteren Abschluss von Pascal Lackner, der per Kopf knapp über die Latte aufs Tordach ging. "Wenn wir da das 2:0 machen und mit einer 2:0-Führung in die Pause gehen, schaut das schon ganz anders aus", meinte der Trainer noch einmal. Gerade deshalb tat sich in seiner Analyse ein klarer roter Faden auf: USV Schrick hatte in der ersten Halbzeit vieles richtig gemacht, die Räume eng gemacht, entscheidende Zweikämpfe gewonnen und sich viele Umschaltsituationen erarbeitet, aber die Mannschaft hat sich für diesen Aufwand vorerst nicht ausreichend belohnt.
Nach der Pause veränderte sich das Spiel deutlich. SG Hohenau/Hausbrunn II wechselte, brachte laut Bitter zwei Spieler vom Kooperationsverein Hohenau und legte danach spürbar zu. "Da hatten wir dann in der Defensive das eine oder andere Problem", sagte der Schrick-Trainer. In dieser Druckphase fiel in der 57. Minute auch der Ausgleich durch Tobias Culen. Bitter schilderte die Szene als schlecht verteidigte Standardsituation: Der Eckball kam hinein, der Ball wurde hoch weitergeköpfelt, niemand fühlte sich zuständig, und Culen reagierte am schnellsten und köpfte ein. "Der Ausgleich war verdient", sagte Bitter deshalb offen. Gleichzeitig erklärte er auch, warum seine Mannschaft danach nicht mehr so sauber ins Spiel fand. Zwar gewann USV Schrick weiter Zweikämpfe und kam auch weiter zu Balleroberungen, doch danach suchten die Gäste zu oft sofort wieder den tiefen Ball. "Auf Dauer kann man dieses Tempo nicht gehen", sagte Bitter. "Da braucht man mehr Ballkontrolle im Spiel und wir müssen den Ball laufen lassen, um Erholungsphasen zu schaffen."
Trotz der stärkeren Phase der Hausherren blieb USV Schrick in der Schlussphase gefährlich und ging in der 80. Minute sogar noch einmal in Führung. Nach einem Eckball köpfte Marko Grabovac den Ball gegen die Laufrichtung zum 1:2 ins Tor. Lange hatte dieser Vorsprung aber keinen Bestand, denn nur vier Minuten später stellte Patrick Nemecek auf 2:2, nachdem sich ein Spieler auf der linken Seite durchgesetzt und den Ball in den Rückraum gelegt hatte. Damit war die Partie aber noch nicht zu Ende erzählt. In der 93. Minute bot sich USV Schrick laut Bitter noch die große Chance auf den Auswärtssieg, als Stefan Mayer alleine auf das Tor zulief, im entscheidenden Moment aber ausrutschte, als er am Tormann vorbeigehen wollte. "Das wäre der Big Point gewesen", sagte der Trainer. Ganz grundsätzlich fiel sein Fazit dennoch ruhig aus. "Es ist alles ein Lernprozess, eine neue Liga", so Bitter. "Für das erste Spiel in der ersten Klasse ist das schon in Ordnung, vor allem auswärts." Dazu lobte er auch den Gegner als "guten Gegner" und nannte die Leistung des Schiedsrichters "hervorragend".