Spielberichte

Nach der Pause dreht Asparn/Zaya auf: „Mit dem 1:0 waren die Fronten klar verteilt“

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ASV Asparn/Zaya
SC Marchegg

In der 1. Klasse Nord hat ASV Asparn/Zaya am dritten Spieltag gegen SC mapo Marchegg mit 3:0 gewonnen, obwohl es zur Pause noch 0:0 stand. Trainer Mario Konrad sprach danach von „zwei sehr unterschiedlichen Halbzeiten“ und sah vor allem den Treffer direkt nach Wiederbeginn als Türöffner. Dass der Sieg am Ende deutlich ausfiel, lag aus seiner Sicht daran, dass Asparn/Zaya nach der Pause mehr Tempo auf den Platz brachte und die Partie dann klar an sich zog.

Spieler in gelben Stutzen und türkisen Schuhen mit Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Marchegg macht es Asparn/Zaya vor der Pause schwer

Konrad machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seiner Mannschaft der Einstieg gar nicht gefallen konnte. „Es waren zwei sehr unterschiedliche Halbzeiten von meiner Mannschaft“, sagte der Trainer und legte den Finger gleich in die erste Phase der Partie. Marchegg habe es „taktisch sehr gut gemacht“, Asparn/Zaya früh gestört und hoch angelaufen. Genau damit hatten die Gastgeber zunächst ihre Probleme. Nach rund 15 Minuten reagierte Konrad mit einer Systemumstellung. „Dann wurde es etwas besser“, sagte er, wirklich rund lief es in der ersten Hälfte aus seiner Sicht aber noch nicht. Dazu kam eine Szene, die das Spiel auch anders hätte anlaufen lassen können: Nach einem zu kurzen Rückpass lief ein Marchegger alleine auf den Asparn/Zaya-Tormann zu, doch der Keeper hielt stark im Eins-gegen-Eins und bewahrte seine Mannschaft vor dem Rückstand. Konrad nannte das die größte Möglichkeit der Gäste und sagte offen: „Wenn wir da mit 0:1 in Rückstand sind, wird es natürlich schwierig.“ Weil es beim 0:0 blieb, war die Partie zur Pause aber weiter offen.

Der Treffer nach Wiederbeginn wird zum Türöffner

Was in der ersten Hälfte noch zäh und nicht wirklich rund wirkte, drehte sich praktisch mit Wiederanpfiff. „Mit Anpfiff der zweiten Halbzeit gleich das 1:0 gemacht – das war natürlich ein Türöffner“, sagte Konrad, und genau so entwickelte sich das Spiel dann auch. In der 46. Minute brachte Alexander Pipal Asparn/Zaya in Führung. Dem Treffer ging ein langer Ball des eigenen Tormanns voraus, Jiri Velecky sicherte den Ball stark, drehte auf und steckte für Pipal durch, der den Angriff in „klassischer Stürmermanier“ abschloss. Ab diesem Moment hatten die Gastgeber deutlich mehr Zugriff. In der 72. Minute legte Velecky selbst nach, obwohl die Aktion laut Konrad eigentlich schon fast vorbei gewesen sei. Der Stürmer drehte sich noch einmal auf und jagte den Ball wuchtig unter die Latte. Nur sechs Minuten später fiel auch noch das 3:0: Nach einem Fehlpass der Gäste ging Richard Kauer dazwischen und schlenzte den Ball am Tormann vorbei. Konrad brachte die Entwicklung dieser Phase auf eine kurze Formel: „Ab da waren die Fronten ganz klar verteilt.“

Wille, höheres Tempo und ein verdient klares Ergebnis

Dass der Sieg am Ende so deutlich ausfiel, erklärte Konrad nicht nur mit den drei Treffern, sondern vor allem mit der Reaktion seiner Mannschaft auf eine schwierige erste Hälfte. „Positiv war heute, dass wir bis zur letzten Minute den Willen gezeigt haben, das Spiel gewinnen zu wollen“, sagte der Asparn/Zaya-Trainer. Gerade weil seine Elf vor der Pause nicht in die Zweikämpfe gekommen sei und selbst nur schwer ins Laufen gekommen sei, sei dieser Punkt für ihn besonders wichtig gewesen. „Die Leidenschaft und der Wille waren vorhanden“, betonte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass Asparn/Zaya nach der Pause das Tempo hochhalten konnte. Das sei gelungen, während bei Marchegg die Kräfte etwas nachgelassen hätten. Trotzdem stellte Konrad klar, dass er die Gäste nicht kleinreden wollte: Die erste Halbzeit von Marchegg sei „wirklich gut“ gewesen, die Mannschaft habe Qualität und dürfe nicht unterschätzt werden. Passend dazu blieb die Partie insgesamt fair. Konrad sprach von einem „sehr, sehr fairen Spiel“ und meinte, der Schiedsrichter habe die Begegnung mit seiner ruhigen Art „sehr, sehr gut gemacht“. Für Asparn/Zaya steht damit unterm Strich ein 3:0, das nach schwacher erster Hälfte erst nach der Pause zu einem klaren Heimsieg wurde. Mit nun sechs Punkten aus drei Spielen hält die Konrad-Elf in der Spitzengruppe Anschluss.

1. Klasse Nord: Asparn/Zaya : Marchegg - 3:0 (0:0)

  • 78
    Richard Kauer 3:0
  • 72
    Jiri Velecky 2:0
  • 46
    Alexander Pipal 1:0