In der 1. Klasse Nord hat USV 1950 Hauskirchen das Derby bei SG Hohenau/Hausbrunn II mit 4:1 gewonnen und damit den dritten Sieg im dritten Spiel eingefahren. Nach einer starken ersten Hälfte wurde es nach dem Seitenwechsel kurz eng, doch laut Sektionsleiter Julian Trötzmüller lag der Unterschied darin, „dass wir eine Einheit waren“ und in den wichtigen Momenten die richtige Antwort gefunden haben.
Julian Trötzmüller schilderte eine Partie, in der Hauskirchen vom Anpfiff weg ordentlich hineingefunden hat. Schon in etwa der fünften Minute gab es die große Chance auf die Führung, als Stefan Zeiner im Eins-gegen-Eins am Tormann der Gastgeber scheiterte. Danach kippte das Spiel für einige Minuten etwas, weil die SG besser in die Partie kam und innerhalb kurzer Zeit zweimal die Stange traf. „Da haben wir Glück gehabt“, sagte Trötzmüller offen, der auch meinte, die Gastgeber seien in dieser Phase „ein bisschen am Drücker“ gewesen. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste das 0:1 in Minute 25. Zeiner verwertete nach Zuspiel von Marek Ondryas und brachte Hauskirchen genau in einem Moment in Front, in dem das Spiel nicht mehr ganz so klar in die eigene Richtung lief. Wenig später wurden die Gäste laut Trötzmüller noch zweimal wegen sehr knapper Abseitsstellungen zurückgepfiffen, ehe Zeiner in Minute 33 erneut zur Stelle war. Dem Treffer ging ein gut ausgespielter Angriff voraus, am Ende staubte der Stürmer nach einem Abpraller zum 0:2 ab. Weil Bernhard Steglegger zudem alles hielt, was sonst noch auf sein Tor kam, nahm Hauskirchen die Zwei-Tore-Führung mit in die Pause.
Mit dem 0:2 im Rücken war Hauskirchen eigentlich in einer guten Position, erwischte nach dem Seitenwechsel aber keinen guten Start. Dominik Schüller verkürzte in Minute 49 auf 1:2, nachdem die Gäste eine Standardsituation an der zweiten Stange nicht sauber verteidigten. Trötzmüller sprach das ohne Umschweife an: „Da müssen wir wacher sein. Das müssen wir besser verteidigen.“ Danach war die Partie laut dem Hauskirchner Sektionsleiter offen und über weite Strecken ein Hin und Her. Genau in dieser Phase fiel die Szene, die er im Nachhinein klar als Wendepunkt bezeichnete. „Spielentscheidend war nach dem 2:1 die Parade vom Berny, damit wir da nicht das 2:2 bekommen haben“, sagte Trötzmüller. Steglegger rettete stark gegen Marek Kavecky und hielt die knappe Führung damit fest. Erst danach konnte Hauskirchen wieder zulegen. In Minute 68 sorgte Filip Kukucka für das 1:3, und dieser Treffer blieb auch dem Funktionär besonders hängen. Er sprach von einem „Wahnsinnstor“ und beschrieb die Szene so, dass Kukucka über rechts nach innen zog und mit links ins lange Kreuzeck traf. Spätestens da war die Partie wieder klar auf Seiten der Gäste.
Ganz durch war die Sache aber erst wenig später. In Minute 72 legte Hauskirchen noch das 1:4 nach, und wieder war Stefan Zeiner der Mann des Abends. Patrick Weber spielte dabei laut Trötzmüller einen „Top-Assist“ und hebelte mit seinem Pass die Abwehrkette aus, Zeiner blieb vor dem Tor ruhig und stellte mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den Endstand her. Dass Hauskirchen am Ende so klar gewann, führte Trötzmüller nicht nur auf die vier Tore zurück, sondern vor allem auf das Auftreten seiner Mannschaft. „Besonders gut funktioniert haben dieses Mal die Pressing-Momente. Es hat mir sehr gut gefallen, wie wir den Gegner unter Druck gesetzt haben“, sagte er. Gleichzeitig verschwieg er nicht, wo noch Luft nach oben ist: Direkt nach Wiederbeginn sei seine Mannschaft nicht ganz auf der Höhe gewesen, und genau diese Phase müsse man künftig besser lösen. Den größten Unterschied zwischen beiden Teams fasste er am Ende dennoch sehr deutlich zusammen: „Dass wir eine Einheit waren und jeder für den anderen gearbeitet hat.“ In einer fairen Derby-Partie, in der laut Trötzmüller „alles gepasst“ habe, stand damit unter dem Strich ein verdienter 4:1-Erfolg. Für Hauskirchen bedeutet das nach drei Runden das Punktemaximum und die Tabellenführung.