In der 1. Klasse Nord hat USV Gaweinstal gegen SC Großengersdorf mit 0:3 verloren. Aus Sicht von Großengersdorf-Trainer Patrick Groher war die Partie zwar keineswegs gut, entschieden wurde sie aber schon vor der Pause. Seine Mannschaft nutzte laut Groher die drei Chancen in Halbzeit eins eiskalt und legte damit den Grundstein für einen klaren Auswärtssieg.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Groher machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass ihn das Ergebnis zufriedener stimmte als der Auftritt über 90 Minuten. „Es war insgesamt kein gutes Spiel. Wir haben in der ersten Halbzeit unsere drei Chancen eiskalt genutzt, aber mit dem gesamten Spiel war ich nicht wirklich zufrieden“, sagte der Trainer. Für seine Mannschaft begann der Nachmittag dennoch ideal, weil Marvin Trenz schon in der 3. Minute das 0:1 erzielte. Danach blieb es zunächst bei dieser knappen Führung, ehe Großengersdorf kurz vor der Pause noch einmal deutlich nachlegte. Robert Tichy erhöhte in der 38. Minute auf 0:2, Christoph Hann stellte vier Minuten später auf 0:3. Damit war die Partie beim Halbzeitstand von 0:3 aus Sicht der Gäste schon klar in die richtige Richtung gelaufen.
Wenn Groher einen Spieler besonders hervorhob, dann war es Marvin Trenz. „Ausschlaggebend war Marvin Trenz. Das erste Tor hat er selbst gemacht, das zweite aufgelegt“, erklärte der Trainer und rückte damit den frühen Torschützen ins Zentrum seiner Analyse. Dass Robert Tichy das 0:2 und Christoph Hann das 0:3 nachlegten, passte für ihn ins Bild einer Mannschaft, die in den entscheidenden Momenten sehr konsequent war. Vor allem die drei Tore vor der Pause wertete Groher als eigentlichen Wendepunkt dieses Spiels. „Die drei Tore in der ersten Halbzeit waren auf alle Fälle der Knackpunkt, damit wir das Spiel gewonnen haben“, sagte er. Aus seiner Sicht lag genau dort der Unterschied, weil seine Elf ihre Möglichkeiten verwertete und Gaweinstal diesen Rückstand danach nicht mehr aufholen konnte.
Gerade deshalb fiel seine Analyse trotz des klaren 3:0 recht kritisch aus. Nach vorne attestierte Groher seiner Mannschaft eine starke Effizienz: „Die Effizienz vor dem Tor war heute sehr gut. Wir haben alle drei Tore in der ersten Halbzeit sofort bei der ersten Möglichkeit gemacht.“ Gleichzeitig benannte er aber klar, was ihm nicht gefallen hat. „Verbesserungsbedarf gibt es definitiv gegen den Ball. Wir waren zu weit weg vom Gegner, hätten mehr Aggressivität zeigen müssen und vor allem ruhiger, einfacher Fußball spielen müssen“, meinte der Trainer. Gaweinstal habe zwar versucht, seiner Mannschaft weh zu tun, sei aus seiner Sicht aber insgesamt zu harmlos geblieben. Den Unterschied fasste Groher so zusammen: „Die Effizienz vor dem Tor und die Qualität, die wir in der Mannschaft haben, das ist der große Unterschied.“ Unter dem Strich nimmt Großengersdorf damit den zweiten Sieg im dritten Spiel mit, während der Trainer trotz sechs Punkten deutlich machte, dass dieser Auftritt für ihn noch längst nicht das Ende der Entwicklung ist.