Spielberichte

„Im letzten Drittel nicht mutig genug“ – Schrick lässt in Hauskirchen die Tore liegen

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USV Hauskirchen
USV Schrick

In der 1. Klasse Nord musste sich USV Schrick am Freitag bei USV 1950 Hauskirchen mit 0:2 geschlagen geben. Für Trainer Alexander Bitter fiel das Fazit danach ernüchternd aus, weil seine Mannschaft über weite Strecken mehr vom Spiel hatte, sich für den Aufwand aber nicht belohnte. Die Gastgeber waren vor dem Tor kaltschnäuziger und stellten schon vor der Pause auf 2:0.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Der frühe Rückstand brachte Schrick gleich ins Hintertreffen

Die Partie nahm aus Sicht der Gäste früh eine Richtung, die ihnen überhaupt nicht entgegenkam. Schon in der 6. Minute brachte Marek Ondryas Hauskirchen mit 1:0 in Führung, und genau dieser Treffer blieb Bitter besonders hängen. „Angefangen hat es beim ersten Tor, wo wir nach einem Out-Einwurf den Ball verlieren. Der Gegner spielt ihn mit dem ersten Kontakt tief, drei Leute fahren vorbei und dann läuft einer ganz alleine auf unser Tor zu“, schilderte der Schrick-Coach die Entstehung des Rückstands. Besonders bitter war für ihn dabei, dass es laut seiner Wahrnehmung der erste Torschuss der Gastgeber war. Noch vor der Pause legte Stefan Zeiner in der 38. Minute das 2:0 nach. Bitter ordnete auch dieses Tor deutlich ein: „Das 2:0 war eigentlich der dritte Angriff von Hauskirchen.“ Damit ging es mit einem klaren Zwischenstand in die Halbzeit, obwohl der Spielverlauf aus seiner Sicht etwas anderes vermuten ließ.

Viel Ballbesitz und Abschlüsse, aber vorne fehlte die letzte Entschlossenheit

Gerade das machte die Niederlage für Schrick so unerquicklich. Bitter hatte nicht das Gefühl, dass seine Mannschaft in Hauskirchen unterlegen gewesen wäre. Im Gegenteil: „Das Fazit ist ein bisschen ernüchternd, weil wir die größeren Spielanteile gehabt haben als Hauskirchen, aber Hauskirchen ganz einfach effektiver vor dem Tor war und kaltschnäuziger.“ Der Trainer sprach auch davon, dass seine Elf mehr Abschlüsse auf das Tor gebracht habe. Ein Versuch sprang von der Stange wieder heraus, andere Bälle landeten beim Torhüter, gingen vorbei oder drüber. „Wir hatten wirklich die besseren Abschlusschancen über neunzig Minuten. Leider waren die Schüsse zu unplatziert, meistens den Tormann in die Hände oder am Tor vorbei“, sagte Bitter. Gerade im letzten Drittel habe seiner Mannschaft die nötige Klarheit gefehlt. Statt einmal ins Eins-gegen-eins zu gehen oder mit Tempo den letzten Weg Richtung Strafraum zu machen, sei zu oft noch ein Pass gespielt worden. „Uns hat die Entscheidungsfreudigkeit gefehlt, Entscheidungen zu treffen“, brachte es der Trainer auf den Punkt.

Bis zum Strafraum ordentlich, im Gefahrenbereich aber zu wenig Mut

Trotz der Nullnummer wollte Bitter die Leistung seiner Mannschaft nicht komplett schlechtreden. Er sah über weite Strecken sogar eine ansehnliche Auswärtspartie. „Es war ein couragierter und positiver Auftritt in Hauskirchen. Das war wirklich sehr ansehnlich“, sagte er, schob aber sofort die entscheidende Einschränkung nach: „Bis zum letzten Drittel war das in Ordnung, aber dort waren wir oftmals ideenlos und nicht mutig genug.“ Genau dort habe Schrick die Partie nicht mehr auf seine Seite ziehen können. Bitter meinte damit nicht fehlenden Einsatz, sondern den letzten Schritt im Offensivspiel. „Im letzten Drittel müssen wir mutig sein, dass wir uns etwas trauen, dass wir Eins-gegen-eins-Situationen lösen. Das war viel zu wenig“, erklärte er. Auch bei Standards:" Wenn du im ganzen Spiel insgesamt 15 Eckbälle hast und kein Kapital daraus schlägst, hast du es nicht verdient zu gewinnen. Hauskirchen dagegen machte genau das, was an solchen Abenden oft den Unterschied ausmacht. „Sie waren kaltschnäuziger vorm Tor“, sagte Bitter über die Gastgeber, die ihre wenigen Möglichkeiten konsequent nützten. Dass der Sieg damit am Ende nicht unverdient war, stellte er trotz der Enttäuschung nicht in Frage.

Ein Lernprozess für Schrick, Hauskirchen bleibt vorne makellos

So blieb bei Schrick am Ende vor allem das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. Aufholen wollte die Mannschaft nach dem Seitenwechsel zwar noch, ein Treffer gelang aber nicht mehr. Bitter nahm daraus trotzdem etwas mit. „Die Punkte bleiben in Hauskirchen, aber es ist ein Lernprozess“, sagte der Trainer, der den Blick schon auf die nächsten Wochen richtete. Seine Forderung ist klar: „Wir werden schauen, dass wir es in den nächsten Wochen im letzten Drittel besser machen, mutiger sind und natürlich auch das Tor treffen.“ Positiv erwähnte er auch den Rahmen der Partie. Laut Bitter war es „eine sehr, sehr fair geführte Partie mit insgesamt zwei gelben Karten“, und auch mit dem Unparteiischen zeigte er sich zufrieden: „Der Schiedsrichter hat das über neunzig Minuten im Griff gehabt. Sehr solider Auftritt des Unparteiischen.“ In der Tabelle steht Hauskirchen nach vier Runden mit zwölf Punkten ganz oben, Schrick hält nach vier Spielen bei vier Zählern und will aus dieser Niederlage nun die richtigen Schlüsse ziehen.

1. Klasse Nord: Hauskirchen : Schrick - 2:0 (2:0)

  • 38
    Stefan Zeiner 2:0
  • 6
    Marek Ondryas 1:0