In der 1. Klasse Nord hat ASV Asparn/Zaya am Samstag eine 1:2-Heimniederlage gegen USC Kronberg hinnehmen müssen. Nach dem 0:1 zur Pause drehte die Mannschaft von Felix Wallner die Partie noch, weil sie ruhig blieb und den Ausgleich zu einem aus seiner Sicht entscheidenden Zeitpunkt erzielte. Genau darin sah der Kronberg-Trainer den Knackpunkt eines Auswärtssiegs, den er nach der Niederlage gegen ATSV Auersthal als "perfekte Antwort" einordnete.

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Vor allem vor der Pause entwickelte sich genau jene enge Partie, die Wallner später als "Spiel auf Messers Schneide" beschrieb. Asparn legte nach seiner Einschätzung mit viel Druck los und schnürte die Gäste in den ersten zehn Minuten ein. Danach fand Kronberg aber immer besser hinein, übernahm Schritt für Schritt mehr Spielanteile und kam laut seinem Trainer auch zu den gefährlicheren Abschlüssen. "Wir waren in der ersten Halbzeit die gefährlichere Mannschaft und hatten deutlich mehr Torabschlüsse", sagte Wallner. Dass die Gastgeber dennoch in Führung gingen, passte aus Kronberger Sicht nur bedingt zum bisherigen Verlauf. Zunächst ließ Asparn noch eine große Möglichkeit auf das 1:0 aus, in der 40. Minute traf dann aber Alexander Pipal. Nach einem Kronberger Freistoß, nach dem der Ball rasch zurückkam, erkannte Pipal die hohe Position des Kronberger Torhüters und überhob ihn aus großer Distanz. Wallner zollte dem Torschützen dafür offen Respekt: "Das hat er brillant gemacht."
Trotz des Rückstands zur Pause blieb es bei den Gästen bemerkenswert ruhig. "Wir haben in der Halbzeit ganz klar angesprochen, dass wir wenig bis gar nichts ändern müssen, weil wir so weiter zu Torchancen kommen werden", erklärte Wallner. Dabei war die Ausgangslage ohnehin nicht einfach, weil Kronberg einige Ausfälle zu verkraften hatte und zur Pause auch noch im Tor wechseln musste. Aus dem Rhythmus brachte das die Gäste aber nicht. Kronberg blieb aktiv, suchte weiter den Weg nach vorne und wurde in der 64. Minute belohnt. Nach einem Zuspiel von Kevin Steiner setzte sich Drago Durcevic gegen zwei Verteidiger durch, ging in den Strafraum und platzierte den Ball zum 1:1. Für Wallner war genau dieser Treffer die Schlüsselszene des Nachmittags. "Der entscheidende Moment war, dass wir das 1:1 zu einem Zeitpunkt erzielt haben, an dem noch genug Zeit da war, um auf das zweite Tor zu spielen", sagte der Trainer. Dass seine Mannschaft das 0:1 kurz vor der Pause so gut wegsteckte, wertete er ebenfalls hoch.
Mit dem Ausgleich veränderte sich die Partie aus Kronberger Sicht spürbar. Wallner sprach von einem "Riesenruck" innerhalb seiner Mannschaft, und genau so schilderte er auch die Phase danach. Die Gäste rissen das Spiel mehr und mehr an sich, während Asparn jene Wucht nicht mehr so durchbringen konnte wie noch in den besseren Phasen davor. In der 79. Minute fiel schließlich das 2:1: Kronberg kam über die linke Seite, die Hereingabe landete an der zweiten Stange, dort drückte Ilyas Isildar den Ball über die Linie. Den Ausschlag gab für Wallner aber nicht nur die Moral, sondern auch die Umsetzung des Matchplans. "Wir haben taktisch alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", sagte er. Man habe den Gastgebern die Stärke im Zentrum genommen und sei "hinten raus die konditionell bessere Mannschaft" gewesen. Umso höher bewertete der Kronberg-Coach den Erfolg, weil er Asparn gemeinsam mit ATSV Auersthal weiterhin zu den stärksten Teams der Liga zählt. Diskussionen gab es für ihn an diesem Nachmittag übrigens keine: Auch beim Schiedsrichter sah Wallner eine klare Linie. Sein Fazit fiel deshalb eindeutig aus: "Meine Mannschaft wollte heute den Sieg extrem. Es war wirklich die perfekte Antwort auf die Niederlage letzte Woche."