In der 1. Klasse Nord hat SC Orth/Donau am Sonntag USV Gaweinstal mit 6:1 besiegt und schon in der Anfangsphase die Weichen klargestellt. Sektionsleiter Alexander Windisch sprach von einem „super Start“ und davon, dass seine Mannschaft „90 Minuten die bessere Mannschaft“ gewesen sei. Nach dem 3:1 vor der Pause stellte Orth gleich nach dem Wechsel wieder klare Verhältnisse her.

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Aus Sicht der Gastgeber begann die Partie genau so, wie man sich das auf dem eigenen Platz wünscht. Bereits in der 4. Minute brachte Roman Sabler Orth in Führung, wenig später legten Mario Toth in der 17. Minute und Jan Lebis in der 25. Minute nach. Windisch musste nach dem Schlusspfiff nicht lange nach Worten suchen: „Die ersten 30 Minuten waren Einbahnfußball. So ist es schnell 3:0 gestanden.“ Gerade dieses frühe 1:0 war für ihn besonders wichtig. Er beschrieb den Treffer so: „Tolle Kombination über die Außenbahn und Roman Sabler nickte mit dem Kopf zum 1:0 ein.“ Dass Harun Akaslan in der 38. Minute auf 3:1 verkürzte, passte für ihn überhaupt nicht ins Bild. „Den Gegentreffer habe ich als unnötig empfunden. Das war eine Spielerei um den eigenen Strafraum, Ballverlust und dann das 3:1.“ Trotzdem blieb sein Urteil über die erste Hälfte klar: „Sonst war es eine perfekte erste Halbzeit.“
Entscheidend war für Windisch dann die Phase direkt nach dem Seitenwechsel. In der 53. Minute stellte erneut Roman Sabler auf 4:1, und genau dort sah der Sektionsleiter den Moment, in dem die Partie endgültig in eine Richtung kippte. „Spätestens nach dem 4:1 hat Gaweinstal das Spiel komplett aus der Hand gegeben“, sagte er. Laut Windisch war damit auch der letzte echte Zugriff der Gäste weg: „Es war kein Kampf mehr gegen uns und so haben wir den Sieg dann sicher nach Hause gebracht.“ Dass Orth danach nicht nachließ, zeigte die Schlussphase. Oliver Slivka erhöhte in der 85. Minute auf 5:1, Alexander Thaller setzte nur zwei Minuten später den Schlusspunkt zum 6:1. Vor allem Slivkas Treffer blieb Windisch in Erinnerung. „Daniel Schneider ist in den Strafraum gezogen, hat die Ruhe bewahrt und den Ball auf den zweiten Pfosten gespielt. Oliver hat ihn mit der Brust runtergenommen und ins lange Eck geschoben. Das war ein sehr schönes Tor.“
Bemerkenswert war für Windisch nicht nur das klare Ergebnis, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft als Einheit aufgetreten ist. Einen einzelnen Spieler wollte er diesmal bewusst nicht herausheben. „Sehr gut funktioniert hat die gesamte Mannschaftsleistung. Diesmal gibt es keinen Spieler herauszuheben“, sagte er. Auch die Wechsel strich er ausdrücklich heraus: „Jeder Spieler, der von der Bank gekommen ist, hat mit Herz und Leidenschaft gespielt. Man hat gesehen, dass wir nach den Einwechslungen noch einmal einen Zahn zulegen konnten.“ Den Gegner beurteilte Windisch trotz der klaren Niederlage respektvoll. Gaweinstal sei „eine sehr gute junge Mannschaft“, der aus seiner Sicht noch etwas Routine im Spiel fehle. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er zufrieden: „Die Schiedsrichterleistung war wieder sehr gut.“ Für Orth ist das 6:1 jedenfalls ein weiterer starker Auftritt in Runde sieben. Mit 16 Punkten bleiben die Marchfelder in der Spitzengruppe der Liga und dicht an Tabellenführer ATSV Auersthal dran.