Spielberichte

„eine taktische Meisterleistung auf beiden Seiten“ – Kronberg bleibt im Duell mit Orth ohne Treffer

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USC Kronberg
SC Orth/Donau

Im Spitzenspiel der 1. Klasse Nord trennten sich USC Kronberg und SC Orth/Donau mit 0:0. Kronbergs Trainer Felix Wallner sprach nach 90 Minuten von einer Partie, in der sich beide Teams fast durchgehend neutralisierten und in der jeder Fehler womöglich spielentscheidend gewesen wäre. Weil klare Chancen lange Mangelware blieben und beide Defensivreihen aufmerksam arbeiteten, konnte Wallner mit der Punkteteilung am Ende gut leben.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Viel Taktik, wenig Platz für Überraschungen

Wallner hatte schon in den ersten Minuten den Eindruck, dass an diesem Abend nur wenig dem Zufall überlassen werden würde. "Man hat von Anfang an gemerkt, dass das ein Spiel war, das von Taktik geprägt ist", sagte der Kronberg-Coach. Beide Mannschaften hätten einander genau gekannt, beide hätten sich sichtbar auf diesen Vergleich vorbereitet und deshalb sei der Zugang auf beiden Seiten ähnlich gewesen: hinten stabil stehen, wenig anbieten und vorne über Nadelstiche versuchen, den Unterschied zu machen. In der ersten Halbzeit sah Wallner seine Mannschaft dabei mit leichten Vorteilen. Kronberg hatte aus seiner Sicht mehr Spielanteile und auch ein gewisses Übergewicht, ohne daraus aber wirklich zwingende Abschlüsse machen zu können. Genau das passte zum Gesamtbild dieser ersten 45 Minuten. Es gab auf beiden Seiten Abschlüsse, aber eben nichts, das dauerhaft für große Unruhe gesorgt hätte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, das nicht nur auf der Anzeigetafel logisch wirkte, sondern auch den Spielverlauf sauber abbildete.

Nach der Pause kommen die größten Chancen

Im zweiten Abschnitt verschob sich das Bild ein wenig. Wallner sagte, dass Orth mit mehr Spielanteilen aus der Kabine gekommen sei und die Gäste in der 54. Minute auch die bis dahin größte Möglichkeit der Partie vorfanden. Roman Sabler kam zu dieser Gelegenheit, scheiterte aber am Kronberger Tormann, der stark parierte und sein Team damit im Spiel hielt. Es war einer jener Momente, die Wallner später auch deshalb hervorhob, weil sich in solchen Spielen oft genau dort die Entscheidung andeutet. Fast im Gegenzug hatte aber auch Kronberg seine beste Phase. Drago Durcevic kam zunächst bei einer Doppelchance zum Abschluss, wurde geblockt und hatte kurz darauf noch eine weitere Möglichkeit aus fünf Metern, doch diesmal war Orth-Schlussmann Stefan Polainko zur Stelle. Viel mehr ließ das Spiel danach nicht mehr zu. "Jeder hatte das Gefühl, wer das erste Tor macht, entscheidet die Partie für sich", sagte Wallner. Gerade deshalb sei auch spürbar gewesen, dass keine der beiden Mannschaften dieses direkte Duell verlieren wollte.

Ein Punkt, mit dem Kronberg leben kann

Für Wallner war das Remis am Ende folgerichtig, weil sich beide Teams in den entscheidenden Zonen weitgehend neutralisiert hatten. "Das Unentschieden geht in Ordnung, weil beide Seiten wenig Großchancen rausspielen konnten und auch alles relativ ausgeglichen war", meinte der Trainer. Noch deutlicher wurde er bei der Bewertung seiner eigenen Mannschaft: "Ich kann meiner Mannschaft überhaupt nichts vorwerfen." Kronberg sei taktisch und kämpferisch "extrem gut eingestellt" gewesen, dazu mutig und diszipliniert. Auch den Gegner ordnete Wallner hoch ein. Orth sei genau so aufgetreten, wie man es erwartet habe: spielstark, technisch stark und taktisch sehr gut vorbereitet. Entsprechend nimmt Kronberg diesen Zähler im direkten Duell gerne mit. In der Tabelle bleibt der USC mit 16 Punkten knapp hinter Orth, das bei 17 Zählern hält, und wahrt damit den Anschluss an die Spitzengruppe. Wallner blickte dabei auch schon über dieses Spiel hinaus: "Den Punkt nehmen wir auf jeden Fall mit, weil es ein direktes Duell war." Dass die Partie hart, aber fair verlief und es aus seiner Sicht keine strittigen Szenen gab, passte ins Bild eines Abends, an dem zwei gut organisierte Mannschaften einander wenig schenkten, aber fast nichts offenließen.