In der 2. Landesliga Ost hat FC Tulln am 9. Spieltag mit einem 9:1 gegen FC PVT Neudorf die passende Antwort auf die vorige Niederlage gegeben. Trainer Kristian Fitzbauer sprach nach dem Schlusspfiff von einer Mannschaft, auf die man "einfach nur stolz sein" könne. Entscheidend war für ihn, dass seine Elf vom Anpfiff weg das aktivere und klar überlegene Team war.

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Dass Tulln dieses Spiel früh in die gewünschte Richtung zog, ließ sich schon in der ersten halben Stunde klar ablesen. Justin Mwatero brachte die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, Maximilian Müllner legte in der 22. Minute das 2:0 nach und Mwatero erhöhte fünf Minuten später bereits auf 3:0. Neudorf kam durch Dominik Böck in der 36. Minute zwar auf 3:1 heran, doch eine längere offene Phase entstand daraus nicht. Ossi Refai stellte nur zwei Minuten später den alten Abstand wieder her und sorgte für den 4:1-Pausenstand. Genau diese erste Halbzeit meinte Fitzbauer, als er sagte: "Die Mannschaft hat eine super Reaktion gezeigt nach der Niederlage." Für den Tulln-Trainer war schon da zu sehen, dass seine Elf den Ton angab.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild der Partie nichts mehr. Tulln blieb vorne, legte sofort nach und machte rasch klar, dass es an diesem Nachmittag keine Wende mehr geben würde. Christoph Knasmüllner traf in der 47. Minute zum 5:1, Ossi Refai erhöhte in der 55. Minute mit seinem zweiten Tor auf 6:1. In der 61. Minute kam noch ein Eigentor von Lukas Bergauer zum 7:1 dazu, womit der Vorsprung weiter anwuchs. Auch danach hörten die Tullner nicht auf. Ivan Martinovic stellte in der 81. Minute auf 8:1, ehe Robin Josefik in der Nachspielzeit den 9:1-Endstand fixierte. Fitzbauer fasste diese Überlegenheit deutlich zusammen: "Es hat keine Zweifel gegeben, wer heute als Sieger vom Platz geht." Genau so sah auch der weitere Spielverlauf aus.
Bemerkenswert war nach diesem klaren Ergebnis, dass Fitzbauer gar nicht einzelne Tore oder besondere Szenen in den Mittelpunkt stellen wollte. "Als Gewinner muss man trotzdem versuchen, den Respekt zu wahren und demütig zu bleiben", sagte der Tulln-Trainer und lenkte den Blick lieber auf das große Ganze. Für ihn lag der Unterschied zwischen beiden Teams darin, dass seine Mannschaft "von der ersten Minute bis zur letzten die bessere Mannschaft" gewesen sei und "in allen Belangen überlegen" aufgetreten sei. Gleichzeitig ordnete er die Partie auch in den weiteren Saisonverlauf ein. "Die Liga ist eng. Es sind Momente, wo das Spiel kippt", sagte Fitzbauer, um dann umso mehr zu betonen, wie wichtig diese Antwort nach einer Woche mit viel Kritik war. Auch dem Gegner zollte er Respekt, weil man Neudorf beobachtet und "an den richtigen Stellen analysiert" habe. Zum Unparteiischen meinte er: "Der Schiedsrichter hat ein leises Spiel gehabt. Es waren keine strittigen Situationen." Für Tulln bleibt damit nicht nur ein sehr deutlicher Heimsieg, sondern auch die Tabellenführung mit 24 Punkten. Der Trainer machte unmittelbar nach dem Schlusspfiff klar, dass der Blick schon wieder nach vorne geht: "Weiter geht's ab Montag."