In der 1. Klasse Nord hat der SC Orth/Donau das Spitzenspiel gegen den ATSV W.E.B Auersthal mit 3:2 gedreht. Nach torloser erster Hälfte lagen die Gäste bis in die Schlussphase vorne, ehe Oliver Slivka noch zum Matchwinner wurde. Auersthal-Trainer Esad Palos sah den Wendepunkt in der Szene vor dem 2:2: „Bei 2:1 für uns hat der Elfmeter das Spiel gekippt.“

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Palos sprach nach dem Spiel von „zwei sehr guten und sehr organisierten Mannschaften mit einem klaren Spielplan“, und genauso entwickelte sich die Partie auch. Zur Pause stand es 0:0, viel trennte die beiden Teams zunächst nicht. Erst in der 66. Minute brachte Oliver Slivka die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Auersthal fand darauf aber eine starke Antwort. Simon Pammer glich in der 75. Minute zum 1:1 aus, nur vier Minuten später drehte Patrick Andor die Partie sogar auf 2:1 für die Gäste. Lange sah es danach aus, als würde der Tabellenführer das direkte Duell auswärts für sich entscheiden. In der Schlussphase kam Orth aber noch einmal zurück, weil Slivka in der 87. Minute den Ausgleich erzielte und in der 90. Minute auch noch den Treffer zum 3:2-Endstand nachlegte.
Für den Auersthal-Coach lag der Knackpunkt trotzdem nicht allein in den beiden späten Gegentoren, sondern in der Entscheidung vor dem 2:2. „Bei 2:1 für uns hat der Elfmeter das Spiel gekippt“, sagte Palos deutlich. Er betonte zwar auch, dass er den Schiedsrichter „normalerweise nie kommentiere“, sah diesmal aber einen direkten Einfluss auf das Ergebnis. „Die Schiedsrichterleistung war ganz schwach“, meinte der Trainer und verwies darauf, dass die Partie aus seiner Sicht zwischen zwei fairen Mannschaften geführt worden sei. Gerade deshalb habe ihn geärgert, dass das Spiel nach seiner Wahrnehmung von mehreren Entscheidungen zusätzlich aufgeheizt worden sei. Seine Sicht auf die Niederlage war damit klar: Nicht die Leistung seiner Mannschaft stand für ihn im Vordergrund, sondern die umstrittene Szene in der Schlussphase.
Trotz der bitteren Wende hob Palos aber auch Punkte hervor, die aus seiner Sicht für seine Mannschaft sprechen. Auersthal war ohne vier Stammspieler angetreten, darunter laut Trainer auch der Tormann, und hielt dennoch lange sehr gut dagegen. „Die Spieler haben mehr als hundert Prozent gegeben“, sagte Palos und lobte vor allem den Zusammenhalt. Auch den Matchplan sah er ordentlich umgesetzt: „Wir haben das gut kompensiert.“ Dazu kam, dass der Gegner auch aus seiner Sicht Qualität mitbrachte. „Orth ist eine gute Mannschaft, sie steht kompakt“, sagte er. Unter dem Strich blieb damit zwar eine Niederlage, obwohl seine Elf nach 79 Minuten auf Kurs gewesen war. In der Tabelle bleibt Auersthal mit 21 Punkten aber an der Spitze, Orth ist nach dem direkten Duell nur noch einen Zähler dahinter. Palos wollte den Blick deshalb rasch wieder nach vorne richten: „Wir schauen weiter nach vor und bereiten uns schon ab heute auf die nächste Aufgabe vor.“