Freitagabend empfing der SC Zwettl den ASK Ebreichsdorf. Der Erstgenannte hatte in der letzten Runde eine Abfuhr bei den SKN St. Pölten Amateuren kassiert. Nun freute er sich irrsinnig darauf, wieder mit seinen Fans im Rücken aufzulaufen. Der Support sollte helfen, den Gästen Paroli zu bieten. Diese nahmen die Partie mit der Chance in Angriff, zumindest vorübergehend die Tabellenführung zu übernehmen. Letzte Woche waren sie zu einem ungefährdeten Triumph über Kilb gekommen. Nun legte der Titelfavorit eindrucksvoll nach und setzte sich erneut ohne Probleme durch.

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Rund 460 Zuschauer fieberten dem Hit in der Waldviertler Sparkasse Arena entgegen. Die lokalen Anhänger vertrauten auf die Stärke ihrer Jungs und trauten ihnen absolut eine gute Rolle zu. Bei der bestehenden Bilanz von drei Siegen sowie zwei Unentschieden durfte man sogar auf einen vollen Erfolg spekulieren, wenn die Burschen tatsächlich ihr Potential auf den Rasen bringen. Soweit in der Theorie, in der Praxis avancierte das Auswärtsteam zum Spielverderber. Es zog von Beginn weg sein Ding durch und ließ sich nicht vom Kurs abbringen. Etwa eine Viertelstunde stand auf der Uhr, als Dominik Eichinger das Bestschießen eröffnete. Er finalisierte einen wunderschön vorgetragenen Angriff. Momente später erhöhte Jan Mülner unmittelbar. Er lief auf den Keeper zu und blieb cool. Im Anschluss verstrich etwas Zeit, ehe der Vollblutstürmer vor dem Seitenwechsel doch noch ein Goal nachlegte. Sein Dropkick per Außenrist schlug unhaltbar unter der Latte ein. Ein Kracher wie aus dem Lehrbuch! Mit dem Schlusspfiff schlichen die Braustädter wie begossene Pudel vom Feld.
Der SC leckte in der Kabine seine Wunden. Aufgeben stellte natürlich trotzdem keine Option dar. Bekanntermaßen erlebte der Fußballsport schon die verrücktesten Wendungen. Die Zwettler legten sich einen Fahrplan zurecht und kehrten unverändert zurück. Sie sehnten ein schnelles Tor ihrerseits herbei. Blöd nur, dass ihnen noch immer ein extrem aufgezuckerter Kontrahent gegenüberstand. Die mit einer äußerst breiten Brust ausgestatteten Gäste gaben sich einfach nicht zufrieden. Marco Kadlec steuerte nach etwa 60 Minuten den vierten Treffer bei. Damit mussten die Heimischen final sämtliche Hoffnungen begraben. Auf die endgültige Entscheidung folgten jede Menge Wechsel hüben wie drüben. Den Schlusspunkt setzte Fabian Klug hintenraus per Kopf. Dann hatte auch der ASK genug. Er brachte den Triumph trocken über die Ziellinie. Mit dem Kantersieg bei den zu Hause so starken Braustädtern hüpften die Ebreichsdorfer an die Topposition. Entsprechend euphorisch machten sie sich auf den Rückweg.
Zeljko Ristic (Trainer ASK Ebreichsdorf):
„Ich freue mich, vor allem gegen den Ball wohl die bisher beste Leistung. Überhaupt setzten wir in dem Match viel Vorgenommenes optimal um. Das freut einen Trainer natürlich ganz besonders, wenn die Schwerpunktsetzungen in den Trainings wesentlich zum Erfolg beitragen. Nächste Woche empfangen wir Wieselburg. Sie schafften gestern ein unglaubliches Comeback. Wir stellen uns auf eine schwierige Aufgabe ein und werden wieder konzentriert an die Sache herangehen.“
Die Besten: Moritz Pichler (Mittelfeld ASK Ebreichsdorf), Jan Mülner (Sturm ASK Ebreichsdorf)