Freitagabend empfing der UFC St. Peter/Au den SK Sparkasse Korneuburg. Der Erstgenannte hatte nach einem extrem schwachen Saisonstark jüngst doch wieder aus der Krise gefunden und vergangene Woche sogar die SG Ortmann/Oed-Waldegg richtiggehend abgefertigt. Nun nahm er es mit einem Kontrahenten auf, welcher bereits über drei Punkte mehr verfügte. Dieser war in der letzten Runde zu einem Heimtriumph über Retz gekommen. Entsprechend wollte er unbedingt auf der Gewinnerstraße unterwegs bleiben. Das klappte nicht. Die Teams trennten sich mit einem torlosen Unentschieden.

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Rund 130 Zuschauer verfolgten das Kräftemessen vor Ort. Die lokalen Fans nahmen zuversichtlich Platz. Dazu trug der Aufschwung bei, der seit Mitte September zu spüren ist. Die Abwehr präsentiert sich endlich stabiler. Man weiß ja, wenn die Hintermannschaft steht, läuft es gleich viel einfacher. Neo-Coach Michael Windischhofer fieberte der zweiten Partie als Mann auf der Kommandobrücke entgegen. Mit Freude erinnerte er sich an seinen perfekten Einstand zurück. Der dabei errungene Kantersieg sorgte dafür, dass die lokalen Fans auch nun an einen Triumph glaubten. Ihre Burschen ließen sich dadurch intelligenterweise nicht zu einem unüberlegten Hollywood Angriffsstil anstiften. Den Verantwortlichen ist klar gewesen, dass die Jungs nun nur dann reüssieren können, wenn sie vor allem defensiv ihren Job erledigen. Die Gäste gingen mit einer ähnlichen Einstellung in das Match. So entwickelte sich größtenteils ein taktisches Geplänkel ohne nennenswerte Strafraumszenen. Keine Seite schaffte es, vorzulegen. Der Referee pfiff die Hälfte ab.
Die Hausherren durften soweit recht zufrieden sein. Die Verteidigung schloss an die Leistungen seit der siebenten Runde an. Nun sollte im Sturm noch mehr rausschauen. Über das Personal dafür verfügten sie ja in ihrer Elf. Nils Zatl, Josip Martinovic oder David Zefi wissen an sich ganz genau, wie man das Runde im Eckigen versenkt. Das Team probierte, Gefahr zu entwickeln. Die Auswärtstruppe hielt dagegen. Sie machte das sehr effektiv. So hatte der UFC echt Probleme, den finalen Pass anzubringen. Die Korneuburger stellten die Räume zu und kamen sogar selbst immer wieder zu im Ansatz gefährlichen Möglichkeiten. Etwa zehn Minuten vor dem Schlusspfiff zogen sie mit der Einwechslung von Stürmer Armin Mujakic noch eine ganz wesentliche Spielkarte. Der Striker weist bekanntermaßen die Qualitäten auf, den kleinsten Freiraum in seinem Sinne zu nutzen. Die Heimischen zogen jedoch ihre konzentrierte Performance in der Rückwärtsbewegung komplett durch. Da es ihnen das angereiste Team gleichtat, fielen unterm Strich tatsächlich keine Tore. St. Peter schloss punktetechnisch zwar nicht zum Gegner auf, acht Zähler aus den vier letzten Partien zeigen aber eindeutig, dass der Weg nun wieder klar nach oben zeigt.
Andreas Döcker (Sektionsleiter UFC St. Peter/Au):
„Seit dem siebenten Spieltag blieben wir nun dreimal ohne Gegentor. Wir haben uns also definitiv defensiv stabilisiert. Das lässt mich positiv gestimmt in die Zukunft blicken. Nächste Woche reisen wir zu den Admira Amateuren. Da wartet ein Gegner auf uns, der im Moment, so wie wir, in den hinteren Regionen der Tabelle zu finden ist. Ich erwarte eine enge Partie.“
Der Beste: Johannes Eder (Tormann UFC St. Peter/Au)