Nach dem 3:0-Auswärtssieg des SC Lengenfeld beim SV Droß in der 1. Klasse Nordwest-Mitte zeichnet Trainer Jochen Markel ein Bild souveräner Kontrolle ohne Hektik. Er spricht von einem verdienten Ausgang, klaren Vorteilen vor der Pause und einem deutlichen Chancenplus – strittige Szenen blieben aus. Die Partie war weniger von Härte, dafür von vielen hohen Bällen geprägt. Und trotz des überzeugenden Auftritts lenkt Markel den Blick sofort auf die nächste, seiner Einschätzung nach schwierige Aufgabe.

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Markel ordnet den Verlauf schnörkellos ein: „Das Ergebnis ist auf alle Fälle gerecht. Wir hatten in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile.“ Lengenfeld setzte die Kontrolle in Möglichkeiten um: „Der Gegner hatte keine einzige Großchance. Wir hatten circa vier bis sechs Großchancen.“
Das passt zum Gesamtbild: Die Gäste bestimmten frühzeitig Struktur und Rhythmus, standen im ersten Durchgang häufig höher, sicherten zweite Bälle und lenkten das Geschehen in die gewünschte Richtung. Aus der Dominanz entstand keine Hektik, sondern die ruhige Überzeugung, dass die eigenen Abläufe greifen.
Ein Detail betont Markel besonders: „Kurz vor der Halbzeit bekamen wir unsere erste Standardsituation zugesprochen. Der Gegner hatte aus Standards keine Möglichkeiten, weil wir gut verteidigt haben.“ In diese Phase fiel der Dosenöffner: In Minute 44 traf Klaus Wegschaider zum 1:0, mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Der Wiederbeginn bestätigte die Lengenfelder Linie, und Mario Franzl erhöhte in der 50. Minute auf 2:0 – ein Zeitpunkt, der die eigene Stabilität weiter stärkte und dem Heimteam wenig Raum für eine Wende ließ. Spät, aber folgerichtig, setzte Simon Mischling in der 90. Minute mit dem 3:0 den Schlusspunkt. Das Chancenplus, die Kontrolle bei Standards und die Abwesenheit gefährlicher Momente für den Gegner ergaben ein geschlossenes Bild einer Partie, in der Lengenfeld in den entscheidenden Momenten zupackte.
Zur „Temperatur“ der Begegnung bleibt Markel nüchtern. Er sah viel Direktheit und Luftduelle, aber keine überzogene Physis: „Das Spiel war von sehr vielen hohen Bällen geprägt; körperbetont war es nicht.“ Gleichzeitig unterstrich er die Ruhe der Abläufe auch in heiklen Situationen – die es aus seiner Sicht schlicht nicht gab: „Es gab im gesamten Spiel keine strittige Situation.“
Trotz der positiven Performance mahnt Markel zur Erdung: „Ich erwarte mir, dass wir an die Leistung der letzten Spiele anknüpfen. Wird sehr schwierig.“ Das Erreichte wird nicht überhöht bewertet, aber als Maßstab gesetzt – mit dem klaren Wissen, dass derselbe Fokus und dieselbe Stabilität auch im nächsten Spiel wieder nötig sein werden.