Freitagabend trafen die Admira Wacker Amateure auf SCU-GLD Kilb. Die Heimischen gingen als das Team der Stunde in dieses Duell. Aufgrund der herausragenden Serie von sechs Siegen in Folge galten sie mittlerweile als der schärfste Verfolger vom kommenden Meister aus Scheiblingkirchen. In der vergangenen Runde war ihnen ein voller Erfolg beim offenen Schlagabtausch mit Stockerau geglückt. Der Kontrahent andererseits hatte im letzten Match sensationell den bereits feststehenden Champion gebogen und so nun eine große Chance, mit einem weiteren Dreier einen großen Schritt Richtung Ligaverbleib zu setzen. Das glückte. Die Gäste setzten sich sensationell durch.
Ungefähr 200 Zuschauer sahen das Kräftemessen live vor Ort. Die lokalen Fans fanden sich bestens gelaunt ein. Sie erwarteten sich, dass ihre Burschen erneut gewinnen. Es sprach nichts dagegen. Die Jungs von Coach Tanju Kayhan legten motiviert los. Fast schon erwartungsgemäß fiel sehr schnell das 1:0. Nur zehn Minuten standen auf der Matchuhr, als ein Eigentor von Elias Burger die Führung der Hausherren herstellte. Für die Auswärtstruppe stellte der Verlauf natürlich den Supergau dar. Der neue Spielstand warf sämtliche Überlegungen über den Haufen. Gleichzeitig muss man schon festhalten, dass der angereiste Verein beeindruckend antwortete. Er zeigte sich nicht geschockt. Es gelang ihm, nicht die Nerven wegzuschmeißen, sondern so gut wie möglich die Ordnung zu halten. Die Reaktion machte sich bezahlt. Unmittelbar vor der Pause belohnte sich der Nachzügler für sein ambitioniertes Auftreten. Michael Ehribauer verwertete einen Corner per Kopf. Mit dem Unentschieden verabschiedeten sich die Akteure in die Kabinen.
Die Egalisierung des Rückstands verlieh dem Außenseiter natürlich einen wahnsinnigen Push. Psychologisch gibt es für einen Treffer wohl keinen besseren Zeitpunkt. Alles war wieder möglich, sogar ein Triumph. Der Glaube verlieh ihm scheinbar Flügel. Direkt nach dem Seitenwechsel brachte Maximilian Frech seine Farben in Front. Er nahm sein Herz in die Hand und bezwang mit einem unglaublichen Distanzschuss den Keeper. Die Situation wurde sehr schnell sogar noch besser. Gleich darauf fingen sich die Admira Talente nämlich eine Rote ein. Onurhan Babuscu wurde vom Platz gestellt. So schnell ändern sich die Rahmenbedingungen beim Fußball. Plötzlich sprach das Momentum für die angereiste Mannschaft. Die Heimischen reagierten darauf mit vier Wechseln. Damit wollte die Betreuerbank ein Zeichen setzen und so vielleicht noch einmal eine Wende, nun zu ihren Gunsten, einläuten. Der Kontrahent spielte da nicht mit. Er hielt kräftig dagegen und verteidigte das Resultat mit der notwendigen. Für die finale Entscheidung sorgte hintenraus Lukas Hörlendsberger. Er machte in den letzten Sekunden den Deckel drauf. Bald darauf war Schluss. Jetzt schaut es mit dem Klassenerhalt für die Kilber richtig, richtig gut aus.
Matthias Trattner (Sportlicher Leiter SCU-GLD Kilb):
„Ganz, ganz wichtig! Leider nutzten wir die Überzahl nicht so richtig. So blieb es bis zum Ende spannend. Kompliment an unseren Trainer Paul Scharner. Er bewies sein Gespür und nahm einen ganz wesentlichen Schachzug vor. Er zog Maximilian Frech weiter nach vorne. Die Idee führte zum Erfolg. Jetzt heißt es, in der kommenden Runde noch einmal die notwendige Mentalität auf den Rasen zu bringen. Dann bin ich positiv gestimmt.“
Der Beste: Maximilian Frech (Mittelfeld SCU-GLD Kilb)