Spielberichte

Michael Unterberger (SG Ardagger/Neustadtl): „Es ging hin und her, mit dem besseren Ende für uns!“

Freitagabend bekamen es der ASV EATON Schrems und die SG Ardagger/Neustadtl miteinander zu tun. Die Gäste hatten vor einer Woche mit einem starken Auftritt die Ebreichsdorfer gebogen. Nun wollten sie unbedingt daran anschließen und den vollen Erfolg bestätigen. Die Chancen hierfür schienen ja ausgezeichnet zu sein. Es stand ihnen das Schlusslicht gegenüber. Auf der anderen Seite war Vorsicht geboten, denn das Team mit der roten Laterne präsentierte sich in der Rückrunde absolut konkurrenzfähig. Das zeigte sich dann auch am Rasen. Die Auswärtstruppe nahm den Kampf an und behielt final tatsächlich die Oberhand. Ligaportal unterhielt sich mit Trainer Michael Unterberger.

Welches Fazit der Partie gibt es?

Michael Unterberger: „Leider begannen wir nicht optimal. Die Heimischen überrumpelten uns direkt. Bereits in der unmittelbaren Startphase lagen wir hinten. Die Burschen ließen sich davon nicht beirren und fanden dann schnell hinein. Nach 19 Minuten egalisierten wir den Rückstand und legten in weiterer Folge sogar vor, als die Matchuhr eine halbe Stunde anzeigte. Generell sahen die Anwesenden einen offenen Schlagabtausch. Möglichkeiten hüben wie drüben wechselten sich ab. Vor dem Seitenwechsel glich der Kontrahent noch aus einem Elfer aus. Zu den Zeitpunkt, denke ich, ging das Resultat in Ordnung. Mit dem Wiederanpfiff quasi legten wir vor. Kaltrim Berisha schoss uns in Front. Jetzt dominierten meine Burschen. Bedauerlicherweise passte die Effektivität nun aber nicht wirklich. Erst knapp vor dem Schluss sorgten wir für die Vorentscheidung. Einen Gegentreffer fingen wir uns zwar noch ein, es blieb aber bei der Ergebniskorrektur.“

Wer avancierte zum „Spieler der Partie“?

Michael Unterberger: „Ich möchte Ferdinand Unterbuchschachner nennen. Er trug mit seinem Doppelpack ganz wesentlich zum Dreier bei. Der Ausgleich ging auf seine Kappe. In der Szene gelang es ihm, einen Lattenabpraller zu verwerten. Unser viertes Goal glückte ebenfalls ihm. Er zog einen Sololauf an, schummelte sich an den Gegenspielern vorbei und blieb dann im Duell mit dem Keeper auch noch cool. Der Routinier überzeugt im Frühjahr recht beständig. Seine Erfahrungen auf einem höheren Niveau, im Zuge seiner Karriere lief er ja unter anderem für Amstetten auf, machen ihn in der Klasse auf alle Fälle zu einem Mann, der den Unterschied ausmachen kann.“

Wie blickt man auf die Halbsaison zurück?

Michael Unterberger: „Nach einem richtig starken Auftakt mit vier Siegen und einem Remis ging der Flow leider etwas verloren. Wir mussten uns zu oft mit einem Remis zufriedengeben. Gerade bei der Dreipunkteregel lässt man dann einfach zu viel liegen. Glücklicherweise kehrten wir rechtzeitig zum Finish nochmals auf die Gewinnerstraße zurück. Mit dem Doppelsieg in den beiden jüngsten Runden sind wir jetzt echt nochmals in das Rennen um die Top Five eingestiegen. Am letzten Spieltag empfangen wir Wr. Neustadt. Da bekommen wir es also mit einem direkten Konkurrenten zu tun. Sicher eine schwierige Aufgabe, aber ich traue uns jedenfalls zu, die Hürde zu meistern. Das Selbstvertrauen passt.“