Freitagabend empfingen die SKN St. Pölten Amateure die SG Korneuburg/Stetten. Der Erstgenannte hatte im Frühjahr soweit nur eine Niederlage kassiert und vergangene Woche ein Remis aus Ybbs entführt. Nun wollten sie vor den eigenen Fans unbedingt wieder gewinnen, um die Aufholjagd im Klassement fortzusetzen. Den größeren Druck verspürte jedenfalls der Kontrahent. Dieser verfolgte das Ziel, die hintersten Tabellenregionen endgültig zu verlassen und so auch den Ligaverbleib zu fixieren. Er krallte sich final tatsächlich einen Zähler. Die Erreichung des vorrangigen Ziels steht echt schon vor der letzten Runde fest.
Rund 90 Zuschauer fanden sich am Sportplatz ein. Die lokalen Anhänger versprühten jede Menge Optimismus. Sie erwarteten sich, dass der sensationelle Lauf ihrer Burschen seine Fortsetzung findet. Dann könnten sie vielleicht sogar noch in den Top Five über die Ziellinie gehen. Unter Berücksichtigung der Situation in der Winterpause, als das Team zu den absoluten Nachzüglern gehörte, wäre das herausragend. Entsprechend ambitioniert nahm es die Aufgabe in Angriff. Die Jungwölfte probierten, den Ton anzugeben. Auf Seiten der Gäste lautete das Credo, vor allem defensiv mal sicher zu stehen. Man musste nicht zaubern, vielmehr bedurfte es einer konzentrierten Leistung in der Abwehr, um ja nicht in Rückstand zu geraten. Das klappte vor der Halbzeit jedenfalls. Überraschenderweise fanden sie sogar richtig gute Chancen vor. In der fünften Minute ließ Armin Mujakic eine aussichtsreiche Möglichkeit liegen. Rund eine Viertelstunde später scheiterte er an der Latte. So beendete der Referee mit dem Stand von 0:0 den Durchgang.
Die Auswärtsmannschaft durfte soweit recht zufrieden sein. Der Verteidigungsblock erledigte seinen Job. Gleichzeitig sollte wohl noch etwas mehr Vorwärtsdrang her. In der Pause warfen die Verantwortlichen mit Michael Endlicher einen absoluten Routinier in die Schlacht. Seine Erfahrung tat den Nebenleuten sicher gut. Die Hauptstädter arbeiteten ebenfalls weiter daran, auf die Gewinnerstraße abzubiegen. Es blieb jedoch beim Versuch, denn das Auswärtsteam zog sein Konzept wirklich bis zum Schlusspfiff durch. Die Hintermannschaft agierte kompromisslos. Fünf gelbe Karten für den Abstiegskandidaten in den letzten 20 Minuten verdeutlichen den Umstand sehr schön. Mit der beeindruckenden Aggressivität brachte er das Remis über die Runden. Dass ihm kein Goal gelang, konnte er spätestens mit dem Abpfiff ohne Probleme verschmerzen. Der Ligaverbleib war hundertprozentig gesichert.
Senad Mujakic (Trainer SG Korneuburg/Stetten):
„Ich bin gekommen, um den Klassenerhalt zu fixieren. Die Mission klappte zum Glück. In den letzten Wochen war es nicht immer einfach. Von dem her freue ich mich umso mehr. Nach dem Seitenwechsel fanden wir nicht mehr die Hochkaräter vor. Das Ergebnis passt so. Wichtig ist, dass wir jetzt ohne Druck die letzte Runde in Angriff nehmen können.“
Die Besten: SG Korneuburg/Stetten im Kollektiv