Der Tabellenführer USV Atzenbrugg/H. hat in der 20. Runde der 1. Klasse Nordwest-Mitte den SV Zellerndorf mit 2:0 besiegt. Ein Doppelschlag Mitte der ersten Hälfte stellte früh die Weichen: Philip Grubmüller traf in Minute 23, Jürgen Sprengnagel legte zwei Minuten später nach. Zellerndorf-Coach Ferdinand Riedl sah einen ordentlichen, nach vorne aber harmlosen Auftritt seiner ersatzgeschwächten Elf und hielt fest: "Das 2:0 war entscheidend." Weil seinem Team der letzte Spirit nach vorne fehlte, blieb es beim Heimsieg des Leaders.
Zellerndorf brauchte lange, um ins Spiel zu finden, das machte Ferdinand Riedl offen zum Thema: "Die ersten 25 Minuten hatte ganz klar der Gegner die Oberhand." Atzenbrugg nutzte diese Phase eiskalt. Zunächst schloss Philip Grubmüller einen gut herausgespielten Angriff zum 1:0 ab (23.), nur zwei Minuten später erhöhte Jürgen Sprengnagel per Freistoß auf 2:0 (25.). "Danach waren wir noch unter Druck, haben aber nicht so viel zugelassen", erklärte Riedl, der seinem Team zumindest defensiv Stabilität attestierte. Zur Pause stand es 2:0, und auch danach hielt Zellerndorf hinten dicht – "Unser Torwart hat sich gut gehalten" –, vorne fehlte jedoch der Punch, um noch einmal heranzukommen.
In der Bewertung des Spiels war für Riedl klar, wo der Unterschied lag: "Die lassen den Ball laufen und sind spielerisch eine Topmannschaft." Mehrfach betonte der Coach die Klasse des Gegners: "Die sind nicht umsonst Tabellenführer. Das ist eine starke Mannschaft, die jeden schlagen kann." Auch die Entstehung der Treffer ordnete er klar ein: "Das erste Tor war einfach gut herausgespielt, das zweite war ein Freistoß." Und weil Atzenbrugg insgesamt mehr Möglichkeiten hatte, passte auch sein Resümee: "Der Gegner hat mehr Chancen gehabt und zwei davon genutzt." Aus Zellerndorfer Sicht fehlte es an der letzten Konsequenz: "Uns hat der letzte Spirit nach vorne gefehlt." Mit dem Unparteiischen haderte Riedl nicht: "Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen gut." Dass das 2:0 "entscheidend" war, zog sich wie ein roter Faden durch seine Analyse.
Trotz der Niederlage hob Riedl die Einstellung seiner Mannschaft hervor: "Unsere Burschen haben gekämpft, obwohl wir viele Ausfälle und Sperren gehabt haben." Auch die Bedingungen waren fordernd: "Bei den Temperaturen hat jeder sein Zeug getan." Sein Fazit fiel entsprechend ausgewogen aus: "Es war keine schlechte Leistung von uns, aber der letzte Druck war halt nicht mehr drin. Ist halt so." Der Sieg lässt Atzenbrugg die Tabellenführung weiter festigen – der Leader hält nach 20 Runden bei 50 Punkten. Zellerndorf bleibt mit 11 Zählern auf Rang 13 und richtet den Blick nach vorne. Auf der kompakten Defensivleistung und dem gezeigten Einsatz will Riedl aufbauen, um in den kommenden Wochen wieder anzuschreiben.