Spielberichte

Armin Wodiczka (Trainer SC Sitzenberg-Reidling): „Gerechtes 0:0, offensiv war mehr drin“

SC Sitzenberg/R.
USC Ruppersthal

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte trennten sich am Sonntag der SC Sitzenberg-Reidling und der USC Ruppersthal mit 0:0. Es war das Duell zweier Tabellennachbarn auf Augenhöhe, in dem beide Seiten gute Möglichkeiten liegen ließen. Sitzenberg war ersatzgeschwächt, hielt defensiv stabil, fand aber offensiv nicht den gewohnten Punch. „Unter dem Strich ist das Remis gerecht“, bilanzierte Coach Armin Wodiczka, der die starke Leistung seines Tormanns hervorhob und gleichzeitig anmerkte: „Vorne haben wir uns heute nicht belohnt.“

Zwei Spieler und der Schiedsrichter kurz vor dem Anstoß

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Chancen hüben wie drüben – Sitzenberg startet gut, Ruppersthal antwortet

Die Gastgeber kamen ordentlich rein und legten die erste Duftmarke. Nach einem feinen Zuspiel von Haris Garagic tauchte Florian Kerzig frei vor dem Tor auf, wenig später schickte ihn auch Andreas Zottl steil – zwei richtig gute Gelegenheiten, die Sitzenberg allerdings ungenutzt ließ. Armin Wodiczka schilderte diese Phase so: „Wir sind gut gestartet. Nach einem sehr guten Pass von Garagic auf Kerzig und von Zottl auf Kerzig hatte er zwei Topchancen, alleine aufs Tor.“ Ruppersthal ließ sich jedoch nicht hinten hineindrücken und kam seinerseits mehrfach gefährlich auf. Auch Sitzenberg wurde über die rechte Seite noch einmal gefährlich, als Adam Beno in den Strafraum zog und scharf in den Rückraum legte. „Leider kam nichts Zählbares heraus“, so Wodiczka, der das torlose Pausen-Remis als „für beide Seiten verdient“ bezeichnete. Auch nach dem Wechsel blieb es ein offenes Spiel mit Gelegenheiten auf beiden Seiten, aber der Ball wollte nicht über die Linie.

Wodiczka lobt den Tormann, hadert mit der Offensive und sieht ein faires Remis

Nach 90 umkämpften Minuten stand die Nullnummer fest – laut Sitzenbergs Trainer aus gutem Grund. „Es waren auf beiden Seiten Torchancen vorhanden, aber ich glaube, dass unter dem Strich ein Remis gerecht ist“, sagte Armin Wodiczka und ergänzte: „Vor allem dank unseres hervorragenden Tormanns ist es beim 0:0 geblieben.“ Der Coach berichtete zudem von der letzten großen Möglichkeit für den USC Ruppersthal, betonte jedoch: „Wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Das Spiel kann so oder so ausgehen.“ In seiner Analyse blieb er klar: „Defensiv ist es in Ordnung, wenn man die Null hält. Offensiv hatten wir heute nicht unseren besten Tag.“ Positiv strich Wodiczka außerdem die Linie des Unparteiischen heraus: „Es war eine gute Schiedsrichterleistung. Es gab nur wenige gehässige Szenen.“ Dass Sitzenberg ersatzgeschwächt antreten musste, floss in seine Gesamtbewertung mit ein – ohne Ausreden, aber als Erklärung, warum die letzte Durchschlagskraft fehlte.

Tabellennachbarn bleiben beisammen – vierte Punkteteilung in Serie und der Blick nach vorne

Sportlich hält das Ergebnis die Balance zwischen zwei Teams, die vor der Partie punktgleich waren und in der Tabelle Schulter an Schulter stehen. Laut Ligastand haben sowohl Sitzenberg als auch Ruppersthal 32 Zähler, und das Unentschieden spiegelt dieses enge Duell wider. Für Sitzenberg ist es, wie Wodiczka betonte, „schon das vierte in Serie“. Dass ausgerechnet die eigentlich torfreudige Offensive einen ruhigen Tag erwischte, passte ins Bild dieser Partie. „Sitzenberg ist bekannt, viele Tore zu schießen. Es gibt nur zwei Mannschaften, die mehr geschossen haben als wir. Das hat heute nicht geklappt“, meinte der Trainer. Der Punkt bringt Stabilität, ersetzt aber nicht das Sehnen nach einem Dreier.