Zum Auftakt der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Hollenburg bei Retz II mit 2:7 gewonnen und schon vor der Pause klare Verhältnisse geschaffen. SL Andreas Egelseer sah den Schlüssel in der konsequenten Chancenverwertung und in einem Auftritt, der nach einer kurzen offenen Phase rasch auf die Seite der Gäste kippte. Vor allem die frühe Führung habe, so Egelseer, die Gegenwehr von Retz II spürbar gebrochen.

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Die Partie brauchte nach Einschätzung von Andreas Egelseer nur eine kurze Anlaufzeit. „Die ersten fünf, zehn Minuten waren noch halbwegs ausgeglichen“, sagte der SL, danach habe SV Hollenburg aber genau das genutzt, was sich angeboten habe. In der 10. Minute brachte Sebastian Gill seine Mannschaft mit einem Weitschuss aus halbrechter Position ins lange Eck mit 1:0 in Führung. Nur vier Minuten später legte Patrik Hrnko nach einem Corner das 2:0 nach, in der 21. Minute erhöhte Lukas Krcmarik nach einem weiteren Ball von der Flanke per Kopf auf 3:0. Für Egelseer war damit früh eine klare Richtung vorgegeben. „Durch diese schnelle Führung auch in dieser Höhe war die Gegenwehr von Retz II gebrochen“, sagte er. Der SV Hollenburg blieb danach am Drücker, Benjamin Hofer traf in der 34. Minute sehenswert zum 4:0, ehe Lukas Krcmarik in Minute 37 noch vor der Pause auf 5:0 stellte.
Wer auf eine ruhigere zweite Halbzeit gehofft hatte, sah gleich nach Wiederbeginn den nächsten Treffer der Gäste. Marco Rabl traf in der 46. Minute nach zwei Stationen vom Anstoß weg aus halblinker Position von der Strafraumgrenze zum 6:0. Egelseer sprach dabei vom „schönsten Tor des Spiels“ und nannte den Abschluss ins Kreuzeck ein „Traumtor“. Ganz ohne Makel blieb der Auftritt von SV Hollenburg aber nicht. Christian Baier verkürzte in der 58. Minute für Retz II auf 1:6, nachdem die Abwehr aus Sicht des Co-Trainers „ unkonzentriert“ gewesen sei. Patrik Hrnko stellte in der 69. Minute nach einem abgeprallten Freistoß auf 7:1, ehe Tobias Löscher nur drei Minuten später per Kopf nach einem Corner den Endstand von 2:7 herstellte.
Entscheidend war für Andreas Egelseer nicht nur die Höhe des Resultats, sondern vor allem die Art und Weise, wie SV Hollenburg in dieses erste Saisonspiel hineingegangen ist. „Wir waren nach der Vorbereitung ein wenig unsicher, wo wir stehen. Jetzt waren wir halbwegs einmal komplett und man hat das Potenzial gesehen, was in uns steckt“, sagte er. Besonders zufrieden war er mit der Effizienz vor der Pause. „Die Chancenverwertung war sehr positiv. Wenn man 5:0 in der Halbzeit führt, brauchen wir nichts beklagen.“ Dass danach nicht mehr alles so sauber lief, erklärte Egelseer auch mit den Bedingungen. Bei 35 Grad könne man das hohe Tempo der ersten Halbzeit nicht über 90 Minuten gehen, dazu komme bei so einem Spielstand schnell eine Spur Unkonzentriertheit. Auch den Gegner habe der frühe Rückstand sichtbar getroffen: „Bei der Hitze war der Wille dann gebrochen.“ Diskussionen abseits des Sportlichen habe es laut Egelseer nicht gegeben, auch mit der Leistung des Schiedsrichters sei alles „okay“ gewesen. So steht für SV Hollenburg zum Start nicht nur ein klarer Auswärtssieg, sondern nach Runde eins auch Platz eins in der Tabelle.