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„Nach vorne waren wir zu harmlos“ – Ferdinand Riedl erklärt das 0:3 des SV Zellerndorf [Video]

SV Rust
SV Zellerndorf

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Viktoria Rust am Freitagabend gegen SV Zellerndorf einen 3:0-Heimsieg gefeiert und dabei schon vor der Pause alles klargemacht. Für Zellerndorf-Trainer Ferdinand Riedl lag der Unterschied vor allem in der Effizienz: Rust kam besser in die Partie, nutzte seine Möglichkeiten, während seine Mannschaft nach vorne zu harmlos blieb und ihre Angriffe zu selten sauber zu Ende spielte.

Ersatzbank mit Sportplatz im Hintergrund

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Rust findet schneller ins Spiel

Ferdinand Riedl verwies nach dem Spiel zunächst auf die schwierigen äußeren Bedingungen, wollte diese aber nicht als Erklärung für die Niederlage gelten lassen. „Es waren schwierige Verhältnisse. Es hat geregnet, dazu ist starker Wind gegangen, aber das war für beide gleich“, sagte der Trainer des SV Zellerndorf. Entscheidend war für ihn vielmehr, dass die Gastgeber schneller auf Betriebstemperatur kamen. „Die Heimmannschaft ist besser ins Spiel gekommen und hat die Chancen genutzt, die sie gehabt hat“, meinte Riedl. In Zahlen zeigte sich das vor allem in der ersten Halbzeit: Lukas Marschall brachte den SV Viktoria Rust in der 25. Minute mit 1:0 in Führung, Raphael Lang-Muhr legte in der 30. Minute nach, und Samuel Macho stellte in der 41. Minute auf 3:0. Damit war die Partie schon zur Pause deutlich in Richtung der Heimelf gekippt.

Das 2:0 drückt das Spiel klar in eine Richtung

Besonders das zweite Gegentor blieb Riedl hängen, weil es aus seiner Sicht ein echter Knackpunkt war. „Das 2:0 war schon ein Knackpunkt“, sagte er und schilderte die Szene als unglückliche Verkettung. Ein Schuss sei abgefälscht worden, danach habe ein Verteidiger noch retten wollen, der Ball sei aber dennoch im Tor gelandet. Offiziell wurde der Treffer Raphael Lang-Muhr zugeschrieben, für den Trainer des SV Zellerndorf war vor allem der unglückliche Verlauf der Aktion bitter. Auch das 1:0 beschrieb er recht genau: ein Schuss aus ungefähr 20 Metern, der seinen Weg ins Tor fand. Beim 3:0 kurz vor der Pause war die Sache für ihn endgültig entschieden. „Nach dem 3:0 war das Spiel entschieden“, brachte es Riedl auf den Punkt. Dass alle drei Treffer noch vor dem Seitenwechsel fielen, machte die Aufgabe für seine Mannschaft danach natürlich nicht leichter.

Zu wenig Druck nach vorne, hinten nicht völlig unzufrieden

Die wichtigste Analyse des Trainers bezog sich klar auf das Offensivspiel seiner Mannschaft. „Nach vorne waren wir ein bisschen zu harmlos“, sagte Riedl und benannte damit den Punkt, der ihn am meisten störte. Die wenigen Möglichkeiten, die da waren, wurden nicht genutzt, dazu kamen Angriffe, die aus seiner Sicht nicht sauber zu Ende gespielt wurden. Gleichzeitig wollte er die eigene Defensivleistung nicht komplett schlechtreden. „Hinten war unsere Leistung nicht so schlecht, obwohl wir drei Tore gekriegt haben, das passt halbwegs“, meinte er. Das eigentliche Problem sah er davor, im fehlenden Zugriff aus der vorderen Linie. „Wenn von vorne nach hinten kein Pressing kommt, ist das 90 Minuten nur Bälle nachlaufen für die Verteidigung“, erklärte Riedl. Genau daraus ergab sich für ihn auch das Gesamtbild: Rust war das effektivere Team, während Zellerndorf über weite Strecken zu wenig Druck entwickeln konnte.

Nicht aufgegeben und nüchtern nach vorne geschaut

Trotz des klaren Rückstands bescheinigte Riedl seiner Mannschaft, dass sie sich nicht hängen ließ. „Wir haben nie aufgegeben. Wir haben geschaut, dass wir irgendwann noch etwas mehr schaffen“, sagte er. Viel mehr Positives wollte er aus dem Abend aber nicht herausziehen. Den Gegner beschrieb er knapp, aber treffend: „Die haben eine breite Brust und einen guten Kader.“ Auch zur Spielleitung fand er lobende Worte. Bis auf ein, zwei Szenen, in denen man über die Kartenfarbe diskutieren könne, sei der Unparteiische „im Großen und Ganzen sehr gut“ gewesen, insgesamt sogar „wirklich tadellos“. Für den SV Zellerndorf bleibt nach dem 0:3 damit vor allem die Aufgabe, die Lehren aus dieser ersten Halbzeit zu ziehen. Riedl formulierte den Blick nach vorne schlicht und bodenständig: „Wir können nur darauf aufbauen und es nächste Woche besser machen.“

Videobericht

1. Klasse Nordwest-Mitte: SV Rust : Zellerndorf - 3:0 (3:0)

  • 41
    Samuel Macho 3:0
  • 30
    Raphael Lang-Muhr 2:0
  • 25
    Lukas Marschall 1:0