In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Zellerndorf am Freitagabend gegen SV Hollenburg ein 2:2 geholt, doch richtig zufrieden war bei den Gastgebern danach niemand. Trainer Ferdinand Riedl sah seine Elf über weite Strecken als das bessere Team, sprach von „mehr oder weniger zwei verlorenen Punkten“ und ärgerte sich vor allem darüber, dass aus einer ordentlichen Leistung mit viel Einsatz und klarer Überlegenheit nur ein Remis geworden ist.

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Riedl schilderte die Partie so, dass Zellerndorf von Beginn an besser im Spiel war und sich diese Phase nach 21 Minuten auch auf der Anzeigetafel niederschlug. David Strombach brachte die Hausherren mit 1:0 in Führung, ein Treffer, den der Trainer ausdrücklich lobte: „Das 1:0 war schön rausgespielt von hinten, und Strombach hat dann mit links abgeschlossen.“ Lange durfte Zellerndorf den Vorsprung vor der Pause aber nicht mitnehmen, weil Thomas Käppl noch in der 45. Minute das 1:1 erzielte. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber neuerlich vor. Markus Reilinger traf in der 61. Minute zum 2:1, ehe Benjamin Hofer in der 83. Minute den Schlusspunkt zum 2:2 setzte.
Gerade deshalb saß der Ärger nach dem Schlusspfiff tief, weil der Zellerndorfer Trainer das Gefühl hatte, dass seine Mannschaft diesmal vieles richtig gemacht hatte. „Zellerndorf war von Anfang an die bessere Mannschaft, ein bissl überlegen“, sagte Riedl. Besonders mit dem Zweikampfverhalten war er einverstanden: „Das war sehr gut, bravourös.“ Auch gegen den Ball sah er seine Elf verbessert. „Hinten sind wir wieder solide gestanden, auch wenn wir zwei Tore gekriegt haben“, meinte er. Dass es trotzdem nicht zum Sieg reichte, führte er nüchtern auf bekannte Punkte zurück: „Wir haben blöde Gegentore gekriegt und zu wenig Tore geschossen. Die Chancen nicht richtig genutzt für den Sieg.“ Aus seiner Sicht ließ Zellerndorf Hollenburg über weite Strecken kaum zur Entfaltung kommen.
Riedl ordnete das Remis deshalb auch sehr gemischt ein. Einerseits blieb für ihn klar das Gefühl, dass mehr drinnen gewesen wäre. „Sieg wäre auch verdient gewesen, aber ich kann mit einem Unentschieden auch mal leben“, sagte er. Andererseits nahm der Trainer aus dem dritten Saisonspiel auch Positives mit, weil er im Vergleich zu den ersten beiden Auftritten eine deutlich andere Mannschaft gesehen hatte. „Gestern hat man wieder eine andere Mannschaft gesehen als in den anderen zwei Spielen“, betonte er. Selbst über den Gegner urteilte er sachlich: Hollenburg sei „nicht schlecht“ gewesen, aber nicht so stark wie in den letzten beiden Spielen. Der Punkt, so Riedl, „war wichtig für das Selbstvertrauen“ – und genau darauf soll nun auch vor der nächsten Aufgabe aufgebaut werden.