In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat sich SC Mautern am Freitagabend SG Kremser SC/Getzersdorf II mit 1:2 geschlagen geben müssen. Für Co-Trainer Mario Pemmer war der Auswärtssieg kein Zufallsprodukt, sondern die Folge eines klaren Auftritts von Beginn an. Seine Mannschaft sei früh verdient in Führung gegangen, habe viel Kontrolle gehabt und sich nur vorwerfen müssen, den Deckel nicht früher draufgemacht zu haben.

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Schon nach fünf Minuten hatte die SG ihren Plan auf dem Platz. Mario Pemmer sagte nach dem Schlusspfiff: "Wir sind von der ersten Minute an geschlossen als Mannschaft aufgetreten und haben von Beginn an das Spiel bestimmt." Genau so las sich auch der frühe Spielverlauf. Oskar Tocik blieb vor dem Tor ruhig und schob zum 0:1 ein. Für die Gäste war das die Bestätigung eines mutigen Starts, und sie ließen bis zur Pause nicht nach. Kurz vor dem Seitenwechsel legte Tobias Gattringer das 0:2 nach, mit dem es auch in die Kabinen ging.
Danach blieb der Grundzug der Partie laut Pemmer gleich, auch wenn die Bedingungen zwischenzeitlich einiges schwieriger machten. "Es war ein sehr solider und guter Auftritt von uns. Wir waren sehr dominant und hatten mehr Spielanteile", sagte der Co-Trainer. In der ersten Halbzeit sorgten starker Regen und Wind allerdings dafür, dass die Begegnung phasenweise zerfahrener wurde. Die SG verlor dabei nach Pemmers Eindruck trotzdem nicht die Linie. "Wir waren immer am Drücker", meinte er, und auch gegenüber dem Gegner blieb seine Einschätzung klar: Mautern habe im Spielaufbau ein gutes Positionsspiel gezeigt, "konnte uns aber nicht vor große Schwierigkeiten stellen".
Dass es am Ende trotzdem noch einmal enger aussah, lag aus Sicht der Gäste vor allem daran, dass die Vorentscheidung früher möglich gewesen wäre. Nach dem 0:2 kam Mautern in der 60. Minute durch Louis Bonness auf 1:2 heran und war damit wieder im Spiel. Pemmer stellte den Verlauf aber nicht grundsätzlich infrage. Seine Mannschaft sei über weite Strecken näher am nächsten eigenen Treffer gewesen, als dass die Partie wirklich gekippt wäre. Genau dort setzte auch seine Kritik an: "Wir hätten das Spiel eigentlich schon früher entscheiden müssen." Zwei weitere gute Möglichkeiten blieben ungenutzt, dazu kam in den Schlussminuten noch eine Chance für Erol Beluli, mit der der Sieg höher hätte ausfallen können.
Entsprechend fiel das Fazit des Co-Trainers trotz des knappen Endstands positiv aus. "Heute haben wir unser wahres Gesicht gezeigt", sagte Pemmer und verwies dabei vor allem auf "Laufbereitschaft und Leidenschaft", die seine Mannschaft vom Anpfiff weg auf den Platz gebracht habe. Gleichzeitig machte er klar, wo noch Luft nach oben liegt: "Wir müssen den Deckel früher draufmachen und vor dem Tor noch ruhiger und gefährlicher werden." Diskussionen gab es aus seiner Sicht keine, auch den Unparteiischen bewertete er als solide. Für die SG stehen nach drei Runden damit fünf Punkte zu Buche, während Mautern weiter auf den ersten Zähler wartet.