Spielberichte

„Wir haben unseren Plan durchgezogen“ – Heldenberg antwortet nach dem 1:1 mit zwei Toren

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
SV Heldenberg
SV Manhartsberg

In der 1. Klasse Nordwest-Mitte hat SV Heldenberg am Samstag SV Manhartsberg mit 3:1 besiegt und nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch einmal nachgelegt. Trainer Manuel Weber sprach von einem offenen Spiel zweier starker Mannschaften und sah den Unterschied darin, dass seine Elf ruhig blieb, weiter Chancen herausspielte und sich für eine konzentrierte Leistung am Ende auch belohnte.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Offene Partie mit Vorteilen für Heldenberg

Weber hatte schon vor dem Anpfiff Respekt vor dem Gegner und dessen Qualität. „Wir wussten über die Stärken von Manhartsberg Bescheid. Sie haben zwei, drei Unterschiedsspieler drinnen“, sagte der Heldenberger Trainer. Entsprechend sei es darum gegangen, diese Spieler so gut wie möglich zu neutralisieren. Die Partie entwickelte sich dann so, wie er es beschrieben hatte: offen, umkämpft und über weite Strecken von zwei gut stehenden Defensivreihen geprägt. „Von Anfang an war es ein offenes Spiel mit viel Mittelfeldspiel, in dem beide Abwehrreihen starke Leistungen gezeigt haben“, meinte Weber. Nach rund einer Viertelstunde kam Heldenberg durch Julian Schauerhuber zur ersten großen Möglichkeit, doch der Manhartsberger Torhüter hielt stark. In dieser Phase hatten die Gastgeber nach Webers Einschätzung schon mehrere gute Chancen, zugleich aber auch Probleme mit der Positionierung des Gegners und mit einzelnen Zuspielen im Spielaufbau. „Wir haben in der ersten Halbzeit noch ein bisschen zu viele Freiheiten gelassen“, sagte Weber, der seine Mannschaft hinten dennoch über weite Strecken stabil sah. In der 27. Minute belohnte sich Heldenberg dann: Philipp Heider spielte Matthias Arnold in die Tiefe, Arnold blieb vor dem Tor ruhig und brachte den Ball zur 1:0-Führung vorbei am Torhüter. Mit diesem knappen, aber aus Sicht des Trainers verdienten Vorsprung ging es auch in die Pause.

Nach dem Ausgleich bleibt der SV ruhig

In der Halbzeit sprach Weber jene Punkte an, die ihm in der ersten Hälfte noch gefehlt hatten, vor allem die letzte Griffigkeit gegen den Ball. Nach dem Seitenwechsel setzte sich das Spiel zunächst in ähnlicher Tonart fort, allerdings ließ Heldenberg nun weniger gefährliche Szenen im eigenen Strafraum zu. Trotzdem kam Manhartsberg in der 55. Minute zum 1:1, als Jan Nespesny nach einem indirekten Freistoß per Kopf traf. Weber erkannte das Tor ohne große Diskussion an: „Das war schön platziert, da war nicht viel zu halten.“ Entscheidend war für ihn danach die Reaktion seiner Mannschaft. „Die Mannschaft hat an unserem Plan festgehalten. Wir haben uns nicht verrückt machen lassen“, sagte er. Heldenberg blieb also am Drücker, arbeitete weiter seriös nach vorne und kam erneut zu Abschlüssen. In der 62. Minute fiel das 2:1 nach einer Kombination, die Weber besonders gefiel: Antonio Jozic verlagerte auf Arnold, der legte auf Matthias Knell weiter, dessen Abschluss der Torhüter noch abwehrte, beim Nachschuss von Marco Senger war er dann aber machtlos. Als Manhartsberg in der Schlussphase mehr riskierte, wurden die Räume für die Gastgeber größer. Das nutzte Heldenberg in der 77. Minute zum dritten Treffer, wieder durch Senger, der nach einer schön herausgespielten Aktion aus rund 20 Metern ins Kreuzeck traf. Für Weber war damit klar: „Das war dann sicher kein unverdienter Sieg.“

Viel Respekt für den Gegner, viel Lob für die eigene Mannschaft

Neben dem Ergebnis gefiel Weber vor allem, wie seine Mannschaft sich die Möglichkeiten erarbeitete. „Besonders gut funktioniert hat die Chancenerarbeitung“, sagte der Heldenberg-Coach und verwies zugleich darauf, dass der gegnerische Torhüter einige Abschlüsse stark entschärfte. Auch deshalb war das Spiel lange enger, als es das Endergebnis ausdrückt. Den Gegner stufte Weber trotz der Niederlage klar als starke Mannschaft ein. „Manhartsberg war ein guter bis sehr guter Gegner für uns“, sagte er und hob hervor, dass die Gäste auch nach dem Rückstand nie aufgaben. Einen einzelnen Schlüsselmoment wollte der Trainer nicht herausheben, weil für ihn eher die geschlossene Leistung über die gesamten 90 Minuten ausschlaggebend war. „Die Mannschaft hat wieder unseren Plan durchgezogen“, meinte Weber, der vor allem das variable und kreative Spiel sowie die mentale Seite lobte. „Mental ist die Mannschaft extrem stark“, sagte er. Auch die faire Linie des Spiels sprach Weber an. Für Heldenberg ist der 3:1-Erfolg jedenfalls ein weiterer guter Schritt zum Saisonstart: Nach drei Runden hält der SV bei sieben Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe dabei.

1. Klasse Nordwest-Mitte: Heldenberg : Manhartsberg - 3:1 (1:0)

  • 77
    Marco Senger 3:1
  • 62
    Marco Senger 2:1
  • 55
    Jan Nespesny 1:1
  • 27
    Matthias Arnold 1:0