In der 1. Klasse Nordwest-Mitte haben sich Retz II und USC Ruppersthal am Freitagabend in Runde fünf mit 0:0 getrennt. Viel Tempo, viele Zweikämpfe und nur wenige klare Möglichkeiten bestimmten eine Partie, die nach Ansicht von Josef Lukas "von Anfang bis zum Ende" auf Augenhöhe verlief. Der Sektionsleiter-Stellvertreter der Gäste sprach nach dem Schlusspfiff folgerichtig von einem "gerechten Unentschieden". Für die Gäste war es auswärts ein Ergebnis, das sie gut annehmen konnten.

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Wer auf einen offenen Schlagabtausch gehofft hatte, musste sich auf eine andere Art von Spiel einstellen. Lukas beschrieb den Beginn als sehr zweikampfbetont, vor allem im Mittelfeld wurde um jeden Ball gearbeitet. "Es war ein Spiel auf Augenhöhe von Anfang bis zum Ende", sagte er, und genau so lief diese Partie auch an. Beide Mannschaften gingen intensiv in die Duelle, beide hielten das Tempo hoch, beide ließen dem Gegner aber nur selten Platz in gefährlichen Zonen. Dass daraus nur wenige Torchancen entstanden, überraschte nicht. Wenn es einmal gefährlich wurde, dann meistens nach Standards, während aus dem laufenden Spiel lange kaum klare Abschlüsse zu sehen waren.
Die etwas heikleren Szenen gehörten laut Lukas zunächst eher den Gastgebern. Retz wurde in der ersten Halbzeit vor allem bei zwei Eckbällen gefährlich. Ein Kopfball ging knapp neben das Tor, bei einer weiteren Aktion musste der Ruppersthaler Tormann stark eingreifen und hielt den Ball nach Aussage des Sektionsleiter-Stellvertreters sogar "sensationell". Mehr gab die erste Hälfte an klaren Höhepunkten aber nicht her. Auf der anderen Seite hatte auch Ruppersthal seine beste Möglichkeit vor dem Seitenwechsel: Ein Schuss aus halbrechter Position, noch dazu aus sehr spitzem Winkel, krachte ans kurze Eck an die Querlatte. Es passte ins Gesamtbild, dass es mit einem 0:0 in die Pause ging. Nach dem Wechsel wurden die Gäste feldüberlegener und insgesamt stärker, zwingende Chancen konnten sie daraus laut Lukas aber ebenfalls nicht machen.
Dass Ruppersthal den Punkt mitnahm, führte Lukas vor allem auf Dinge zurück, die im Unterhaus oft die Basis sind: Zusammenhalt, Laufarbeit und eine gut organisierte Defensive. "Gut funktioniert hat auf jeden Fall der Zusammenhalt in der Mannschaft, die Kampfbereitschaft und die Leidenschaft", sagte er. Dazu komme, dass seine Mannschaft im Verbund sehr ordentlich verteidige und dadurch nur wenig zulasse. Genau deshalb konnte er mit dem Remis gut leben. Ganz ohne Kritik blieb der Auftritt aber nicht. Lukas sprach davon, dass seine Elf das Spiel nach vorne noch schneller öffnen und öfter tief in die Spitze spielen müsse. Gleichzeitig machte er klar: "Grundsätzlich sind wir zufrieden, so wie es läuft." Respekt gab es auch für den Gegner, den er als "läuferisch stark, kämpferisch stark" beschrieb, mit Möglichkeiten "auf Augenhöhe". Auch mit der Leistung des Schiedsrichters war er einverstanden, nennenswerte Aufreger habe es für ihn nicht gegeben. So blieb am Ende das Fazit, das zu diesem Abend passte: "Vor allem auswärts ist das ein gutes Ergebnis." Mit dem Punkt hält sich Ruppersthal nach fünf Spielen mit elf Zählern weiter im Spitzenfeld der Tabelle.